# Inflation: was sie ist, wie sie gemessen wird und wie du dein Geld schützt

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- Published: 2026-10-15T15:25:20+02:00
- Author: finanzgeier

Zuletzt aktualisiert: 15.10.2026

Was 2020 in Österreich 100 Euro gekostet hat, kostete 2025 im Durchschnitt 128,20
Euro. Wer seit 2020 jeden Monat dieselben 2.500 Euro verdient, kann sich davon heute
nur noch so viel kaufen wie 2020 um rund 1.950 Euro. Das ist Inflation: Die Preise
steigen, und dasselbe Geld ist weniger wert. Sie ist immer da, mal stärker, mal 
schwächer, und sie sorgt Jahr für Jahr für einen langsamen Kaufkraftverlust. Diese
Seite erklärt, was Inflation ist, wie sie gemessen wird, wie stark die Preise zuletzt
gestiegen sind, warum sie sich im Alltag oft höher anfühlt, woher sie kommt und 
wie du dein Einkommen und dein Erspartes davor schützt.

## Inhalt

 * [Was Inflation ist und wie sie gemessen wird](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/inflation/#was-inflation-ist-und-wie-sie-gemessen-wird)
 * [Wie stark die Preise gestiegen sind](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/inflation/#wie-stark-die-preise-gestiegen-sind)
 * [Was Inflation mit deinem Geld macht](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/inflation/#was-inflation-mit-deinem-geld-macht)
 * [Gemessene und gefühlte Inflation](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/inflation/#gemessene-und-gefühlte-inflation)
 * [Woher Inflation kommt und wer sie bekämpft](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/inflation/#woher-inflation-kommt-und-wer-sie-bekämpft)
 * [Wie du dein Geld vor Inflation schützt](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/inflation/#wie-du-dein-geld-vor-inflation-schützt)

## Was Inflation ist und wie sie gemessen wird

Inflation heißt, dass das allgemeine Preisniveau steigt. Einzelne Preise steigen
und fallen ständig, mal wird Butter teurer, mal ein Fernseher billiger. Von Inflation
spricht man, wenn die Preise im Durchschnitt nach oben gehen. Das Gegenteil, sinkende
Durchschnittspreise, heißt Deflation.

![Warenkorb des Verbraucherpreisindex 2026 mit 776 Positionen: Wohnen, Wasser und
Energie 20,9 Prozent, Verkehr 14,0 Prozent, Lebensmittel und Getränke 11,8 Prozent,
Gastronomie und Hotels 11,4 Prozent, Freizeit, Sport und Kultur 9,8 Prozent, alles
andere 32,1 Prozent.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/inflation-
grafik1_warenkorb.png "Inflation: was sie ist, wie sie gemessen wird und wie du 
dein Geld schützt 1")

Gemessen wird die Inflation in Österreich von Statistik Austria mit dem Verbraucherpreisindex,
kurz VPI. Dafür gibt es einen Warenkorb, der abbildet, wofür die Haushalte ihr Geld
ausgeben. 2026 enthält er 776 Waren und Dienstleistungen, vom Brot über die Miete
bis zum Friseur, und jede Position hat ein Gewicht nach ihrem Anteil an den Ausgaben.
Am schwersten wiegt mit 20,9 Prozent der Bereich Wohnen, Wasser und Energie, dann
folgen Verkehr mit 14 Prozent, Lebensmittel und alkoholfreie Getränke mit 11,8 Prozent
sowie Gastronomie und Hotels mit 11,4 Prozent. Jeden Monat werden die Preise erhoben
und mit dem Vorjahresmonat verglichen. Daraus ergibt sich die Inflationsrate, die
in den Nachrichten genannt wird. Für den Vergleich innerhalb der EU gibt es zusätzlich
den harmonisierten Verbraucherpreisindex HVPI, der etwas anders gewichtet ist.

## Wie stark die Preise gestiegen sind

Über viele Jahre lag die Inflation in Österreich bei 1 bis 3 Prozent pro Jahr, 2015
und 2016 sogar nur bei 0,9 Prozent. Dann kam der Sprung: 2022 stiegen die Preise
um 8,6 Prozent, 2023 um 7,8 Prozent, so stark wie seit Jahrzehnten nicht. Ausgelöst
wurde das vor allem durch die Energiepreise. 2024 ging die Rate auf 2,9 Prozent 
zurück, 2025 lag sie bei 3,6 Prozent.

![Inflation in Österreich von 2006 bis 2025: meist zwischen 1 und 3 Prozent, 2015
und 2016 je 0,9 Prozent, 2022 8,6 Prozent, 2023 7,8 Prozent, 2024 2,9 Prozent, 2025
3,6 Prozent; das Ziel der Europäischen Zentralbank liegt bei 2 Prozent.](https://
www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/inflation-grafik2_verlauf.png "Inflation:
was sie ist, wie sie gemessen wird und wie du dein Geld schützt 2")

Wie sich diese Jahre zusammenzählen, zeigt der Vergleich über die Zeit. Was 2015
100 Euro gekostet hat, kostete 2025 138,70 Euro. Was 2005 100 Euro gekostet hat,
kostete 2025 168,20 Euro. In 20 Jahren sind die Preise also um mehr als zwei Drittel
gestiegen, auch wenn einzelne Jahre harmlos ausgesehen haben.

## Was Inflation mit deinem Geld macht

Inflation wirkt leise, aber stetig. 100 Euro, die 2015 unter dem Kopfpolster gelegen
sind, kaufen 2025 nur noch so viel wie damals 72 Euro. Selbst eine niedrige Inflation
frisst sich über die Jahre durch: Die [Europäische Zentralbank](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/ezb-und-nationalbank/)
strebt 2 Prozent pro Jahr an, und schon bei diesen 2 Prozent halbiert sich die Kaufkraft
eines Betrags in rund 35 Jahren.

![Was von 100 Euro übrig bleibt: 100 Euro aus 2020 sind 2025 noch 78 Euro wert, 
aus 2015 noch 72 Euro, aus 2005 noch 60 Euro.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/
uploads/2026/10/inflation-grafik3_kaufkraft.png "Inflation: was sie ist, wie sie
gemessen wird und wie du dein Geld schützt 3")

Für dein Einkommen heißt das: Ein Gehalt, das nicht steigt, sinkt in Wirklichkeit.
Die 2.500 Euro aus der Einleitung sind 2025 nur noch so viel wert wie rund 1.950
Euro im Jahr 2020, ein Verlust von etwa 550 Euro Kaufkraft pro Monat. Für dein Erspartes
gilt dasselbe. Bringt das [Sparkonto](https://www.finanzgeier.at/konto/sparkonten/)
2 Prozent Zinsen und die Inflation liegt bei 3,6 Prozent, wird dein Geld jedes Jahr
um rund 1,5 Prozent weniger wert, obwohl der Kontostand steigt. Volkswirte nennen
das den Unterschied zwischen nominell und real, also zwischen dem, was auf dem Konto
steht, und dem, was du dir davon kaufen kannst.

## Gemessene und gefühlte Inflation

Viele Menschen haben das Gefühl, dass die Preise viel stärker steigen, als die Statistik
sagt. Das hat einen Grund: Der VPI enthält auch Dinge, die man selten kauft, wie
Möbel, Elektronik oder Urlaube. Was man täglich oder wöchentlich kauft, merkt man
sich viel genauer. Statistik Austria rechnet deshalb zusätzlich einen Mikrowarenkorb,
der den täglichen Einkauf wie Brot, Milch oder den Kaffee im Kaffeehaus abbildet,
und einen Miniwarenkorb für den wöchentlichen Einkauf samt Treibstoff.

![Preisanstieg von 2020 bis 2025: Verbraucherpreisindex plus 28,2 Prozent, Miniwarenkorb
für den wöchentlichen Einkauf plus 34,8 Prozent, Mikrowarenkorb für den täglichen
Einkauf plus 35,7 Prozent.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/
inflation-grafik4_gefuehlt.png "Inflation: was sie ist, wie sie gemessen wird und
wie du dein Geld schützt 4")

Von 2020 bis 2025 stieg der VPI um 28,2 Prozent, der Miniwarenkorb um 34,8 Prozent
und der Mikrowarenkorb um 35,7 Prozent. Der tägliche Einkauf ist also tatsächlich
deutlich teurer geworden als der Durchschnitt aller Ausgaben. Dazu kommt, dass jeder
Haushalt anders einkauft: Wer viel Auto fährt oder eine teure Wohnung heizt, spürt
Energiepreise stärker als jemand, der in der Stadt mit der Straßenbahn fährt. Die
offizielle Inflation ist ein Durchschnitt, deine eigene kann darüber oder darunter
liegen.

## Woher Inflation kommt und wer sie bekämpft

Preise steigen, wenn die Nachfrage größer ist als das [Angebot](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/angebot-und-nachfrage/).
Das passiert zum Beispiel, wenn die Wirtschaft brummt und alle gleichzeitig kaufen
wollen. Preise steigen aber auch, wenn die Kosten der Unternehmen steigen, etwa 
für Energie, Rohstoffe oder Löhne, und diese Kosten an die Kunden weitergegeben 
werden. Genau das war 2022 der Fall. Und wenn sehr viel Geld im Umlauf ist, ohne
dass mehr hergestellt wird, verliert das Geld ebenfalls an Wert.

![Ursachen der Inflation: hohe Nachfrage, höhere Kosten für Energie, Rohstoffe und
Löhne sowie viel Geld im Umlauf ohne mehr Waren lassen die Preise steigen. Die Europäische
Zentralbank hat ein Ziel von 2 Prozent und erhöht bei zu hoher Inflation den Leitzins.](
https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/inflation-grafik5_ursachen.
png "Inflation: was sie ist, wie sie gemessen wird und wie du dein Geld schützt 
5")

Zuständig für stabile Preise im Euroraum ist die Europäische Zentralbank. Ihr wichtigstes
Werkzeug ist der [Leitzins](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/leitzins/): Steigt
die Inflation über das Ziel von 2 Prozent, erhöht sie den Leitzins, Kredite werden
teurer, es wird weniger gekauft und investiert, und der Preisdruck lässt nach. Ist
die Inflation zu niedrig und schwächelt die [Konjunktur](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/wirtschaftswachstum-und-konjunktur/),
senkt sie ihn wieder.

## Wie du dein Geld vor Inflation schützt

Die Inflation lässt sich nicht abschalten, aber jeder kann dafür sorgen, dass sein
Einkommen mitwächst. Als Angestellter ist dafür der [Kollektivvertrag](https://www.finanzgeier.at/arbeit/kollektivvertrag/)
da: Jedes Jahr verhandeln Gewerkschaft und Arbeitgeber über die Erhöhung. Wie gut
dieser Ausgleich ausfällt, hängt aber von der Branche ab. Wer in einer Branche mit
einem guten Kollektivvertrag und hohen Abschlüssen arbeitet, ist klar im Vorteil.
Wer selbständig ist, hat niemanden, der für ihn verhandelt. Er muss seine Preise
selbst regelmäßig anpassen, sonst verdient er jedes Jahr ein Stück weniger, ohne
es auf den ersten Blick zu merken.

![Wer mit der Inflation mitwächst: Gehalt über den Kollektivvertrag, Selbständige
durch regelmäßige Preisanpassung, Mieteinnahmen über die Wertsicherung und Aktien
über Gewinne und Dividenden; beim Sparkonto liegen die Zinsen oft unter der Inflation.](
https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/inflation-grafik6_schutz.png"
Inflation: was sie ist, wie sie gemessen wird und wie du dein Geld schützt 6")

Dasselbe gilt für andere Einkommen wie [Mieteinnahmen](https://www.finanzgeier.at/immobilien/immobilienkauf-vermietung/).
Mietverträge enthalten dafür meist eine Wertsicherung, die die Miete an den VPI 
bindet. Für viele Wohnungen begrenzt das [Mietrecht](https://www.finanzgeier.at/immobilien/mietrecht/)
allerdings, wie stark und wie oft die Miete steigen darf.

Beim Ersparten schützt das Sparkonto allein auf Dauer nicht, denn die Zinsen liegen
oft unter der Inflation. Anders ist es bei [Aktien](https://www.finanzgeier.at/boerse/aktie/):
Unternehmen erhöhen ihre Preise mit der Inflation, und damit wachsen auf lange Sicht
auch Umsätze und Gewinne. Wer eine ordentliche Strategie mit [Dividenden](https://www.finanzgeier.at/boerse/dividende/)
verfolgt, bekommt Ausschüttungen, die über die Jahre mitsteigen, und bei reinem 
Kurswachstum passiert der Ausgleich über die Jahre ohnehin von selbst. Kurzfristig
schwanken Aktien allerdings stark, und einzelne Jahre können trotz Inflation im 
Minus enden.

**Der Rat zum Schluss:** Inflation ist immer da, ob sie bei 2 oder bei 8 Prozent
liegt. Beschäftige dich zumindest einmal ordentlich mit dem Thema und schau dir 
an, ob dein Gehalt, deine Preise oder deine Mieteinnahmen mit der Inflation mitwachsen
und ob dein Erspartes so angelegt ist, dass es nicht jedes Jahr an Wert verliert.

**Quellen:** Statistik Austria: [Verbraucherpreisindex VPI und HVPI](https://www.statistik.at/statistiken/volkswirtschaft-und-oeffentliche-finanzen/preise-und-preisindizes/verbraucherpreisindex-vpi/hvpi)(
Verbraucherpreisindizes ab 1990, Warenkorb und Gewichtung 2026, Mikro- und Miniwarenkorb).
Stand: Oktober 2026.

[⌊Eine vereiste Geldbörse, aus der orange Münzen eine Treppe hinaufsteigen, oben
die Worte Kalte Progression⌉⌊Eine vereiste Geldbörse, aus der orange Münzen eine
Treppe hinaufsteigen, oben die Worte Kalte Progression⌉[

**Weiterlesen:** Ein Gehalt, das nicht steigt, sinkt in Wirklichkeit, aber auch 
eine Gehaltserhöhung kommt nicht immer voll an. Ein Grund dafür ist die [kalte Progression](https://www.finanzgeier.at/steuern/kalte-progression/).
Dort steht, warum eine Gehaltserhöhung weniger bringt, als sie verspricht.

**Hinweis:** Diese Seite erklärt wirtschaftliche Zusammenhänge und ersetzt keine
Beratung. Jede Lage ist anders. Das Gehaltsbeispiel und die Sparzinsen sind Beispielwerte,
vergangene Entwicklungen sind keine Garantie für die Zukunft.
