# Exporte und Außenhandel: mit wem Österreich handelt und warum es zählt

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- Published: 2026-10-17T00:44:21+02:00
- Author: finanzgeier

Zuletzt aktualisiert: 17.10.2026

Österreich hat 2025 Waren um rund 190 Milliarden Euro ins Ausland verkauft, das 
sind rund 20.600 Euro pro Einwohner. Fast jeder dritte Euro davon kam von Kunden
in Deutschland. Handel ist wichtig, er bringt die Wirtschaft erst zum Leben. Auch
wenn viele Österreich gern als Insel der Seligen sehen: Ein kleines Land lebt vom
Austausch mit anderen, und das gilt auch für die vielbejubelte Schweiz, die oft 
als unabhängig und frei bezeichnet wird. Diese Seite erklärt, was Außenhandel ist,
warum ein kleines Land handeln muss, mit wem Österreich handelt, was es verkauft
und kauft, wie sich die Exporte entwickelt haben und was passiert, wenn sie einbrechen.

## Inhalt

 * [Was Außenhandel ist](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/exporte-und-aussenhandel/#was-außenhandel-ist)
 * [Warum ein kleines Land handeln muss](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/exporte-und-aussenhandel/#warum-ein-kleines-land-handeln-muss)
 * [Mit wem Österreich handelt](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/exporte-und-aussenhandel/#mit-wem-österreich-handelt)
 * [Was Österreich verkauft und kauft](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/exporte-und-aussenhandel/#was-österreich-verkauft-und-kauft)
 * [Wie sich die Exporte entwickelt haben](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/exporte-und-aussenhandel/#wie-sich-die-exporte-entwickelt-haben)
 * [Was passiert, wenn die Exporte einbrechen](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/exporte-und-aussenhandel/#was-passiert-wenn-die-exporte-einbrechen)
 * [Was das für dich heißt](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/exporte-und-aussenhandel/#was-das-für-dich-heißt)

## Was Außenhandel ist

Außenhandel ist alles, was ein Land mit dem Ausland kauft und verkauft. Exporte 
sind Waren und Dienstleistungen, die ins Ausland gehen, Importe sind jene, die aus
dem Ausland kommen. Der Unterschied zwischen beiden heißt Handelsbilanz. Verkauft
ein Land mehr Waren, als es kauft, hat es einen Überschuss, sonst ein Defizit. 2025
hat Österreich Waren um rund 197 Milliarden Euro importiert und um rund 190 Milliarden
Euro exportiert, die Handelsbilanz war also mit gut 7 Milliarden Euro im Minus. 
Das ist für Österreich nichts Ungewöhnliches, bei den Waren wird über die Jahrzehnte
meist etwas mehr ein- als ausgeführt.

![Österreichs Warenhandel 2025: Exporte von 189,7 Milliarden Euro, Importe von 197,1
Milliarden Euro, die Handelsbilanz bei Waren lag bei minus 7,4 Milliarden Euro. 
Gäste aus dem Ausland gaben 2024 rund 21 Milliarden Euro aus; mit Waren und Dienstleistungen
lag Österreich 2024 bei plus 12,5 Milliarden Euro.](https://www.finanzgeier.at/wp-
content/uploads/2026/10/aussenhandel-grafik1_ueberblick_v2.png "Exporte und Außenhandel:
mit wem Österreich handelt und warum es zählt 1")

Zum Außenhandel zählen aber auch Dienstleistungen. Macht ein Gast aus Deutschland
in Tirol Urlaub, ist das für Österreich ein Export, auch wenn dabei nichts über 
die Grenze geliefert wird. Gäste aus dem Ausland haben 2024 rund 21 Milliarden Euro
in Österreich ausgegeben. Dazu kommen Transport, Technik, Beratung und viele andere
Leistungen. Rechnet man Waren und Dienstleistungen zusammen, hat Österreich 2024
um rund 12 Milliarden Euro mehr ins Ausland verkauft als von dort gekauft.

## Warum ein kleines Land handeln muss

Ein kleines Land kann nicht alles selbst herstellen, was es braucht, und es kann
nicht alles, was es herstellt, selbst verbrauchen. Österreich hat kaum eigenes Erdöl
und Erdgas, viele Rohstoffe und Vorprodukte kommen von außen. Umgekehrt bauen österreichische
Betriebe Maschinen, Motoren oder Spezialteile in Stückzahlen, die der heimische 
Markt mit gut neun Millionen Einwohnern nie abnehmen könnte. Erst der Verkauf in
die ganze Welt macht sie groß und sichert die Arbeitsplätze. Deshalb entsprechen
die Exporte von Waren und Dienstleistungen in Österreich mehr als der Hälfte der
Wirtschaftsleistung, gemessen am [Bruttoinlandsprodukt](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/bruttoinlandsprodukt/).

![Exporte von Waren und Dienstleistungen entsprachen 2024 55,7 Prozent der österreichischen
Wirtschaftsleistung. Auch die Schweiz handelt: 283 Milliarden Franken Warenexporte
2024, rund die Hälfte Chemie und Pharma, die EU ist ihr wichtigster Markt, die USA
ihr wichtigstes Abnehmerland. Energie und Rohstoffe kommen von außen, Maschinen 
gehen in die ganze Welt.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/
aussenhandel-grafik2_warum.png "Exporte und Außenhandel: mit wem Österreich handelt
und warum es zählt 2")

Die Schweiz zeigt, dass auch ein Land, das oft als unabhängig gilt, ohne Handel 
nicht auskommt. Sie hat 2024 Waren um rund 283 Milliarden Franken exportiert, rund
die Hälfte davon Chemie und Pharma, und mehr verkauft als gekauft. Ihr wichtigster
Absatzmarkt ist mit großem Abstand die EU, das wichtigste einzelne Abnehmerland 
sind die USA. Unabhängig ist ein kleines Land also nicht, wenn es wenig handelt,
sondern wenn es viele Kunden in vielen Ländern hat.

## Mit wem Österreich handelt

Rund zwei Drittel des österreichischen Außenhandels laufen innerhalb der EU. Der
EU-Binnenmarkt, also der gemeinsame Markt ohne Zölle und Grenzkontrollen für Waren,
ist für Österreich der wichtigste Handelsraum. Der mit Abstand wichtigste Partner
ist Deutschland: Von 100 Euro Warenexport gingen 2025 rund 29,50 Euro dorthin. Danach
folgen die USA mit rund 6,80 Euro, Italien mit 6,60 Euro und die Schweiz mit rund
5,20 Euro, dann die Nachbarn im Osten wie Polen, Tschechien und Ungarn.

![Anteil an Österreichs Warenexporten 2025: Deutschland 29,5 Prozent, USA 6,8, Italien
6,6, Schweiz 5,2, Polen 3,8, Tschechien 3,8, Ungarn 3,7, Frankreich 3,5, Vereinigtes
Königreich 2,8, China 2,7 Prozent. 67,8 Prozent der Exporte gehen in die EU.](https://
www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/aussenhandel-grafik3_partner.png "
Exporte und Außenhandel: mit wem Österreich handelt und warum es zählt 3")

Bei den Importen ist Deutschland ebenfalls die Nummer eins, die Nummer zwei ist 
China. Mit China hat Österreich auch das größte Defizit: 2025 kaufte es dort um 
rund 12,5 Milliarden Euro mehr, als es dorthin verkaufte. Den größten Überschuss
hatte Österreich mit den USA. Diese Verteilung zeigt, wie eng Österreich mit Europa
verflochten ist. Läuft es in Deutschland gut, profitieren viele österreichische 
Betriebe, und läuft es dort schlecht, spürt Österreich das bald danach.

## Was Österreich verkauft und kauft

Am meisten exportiert Österreich Maschinen und Fahrzeuge, 2025 um rund 71 Milliarden
Euro, das ist über ein Drittel aller Warenexporte. Dazu gehören Motoren, Getriebe,
Anlagen, ganze Fahrzeuge und viele Teile, die in Autos und Maschinen anderer Länder
eingebaut werden. Danach folgen bearbeitete Waren wie Stahl, Papier und Metallprodukte
mit rund 38 Milliarden Euro, chemische Erzeugnisse einschließlich Arzneimitteln 
mit rund 30 Milliarden Euro und sonstige Fertigwaren mit rund 19 Milliarden Euro.
Diese vier Gruppen machen über 80 Prozent der Warenexporte aus.

![Österreichs Warenexporte 2025 nach Gruppen: Maschinen und Fahrzeuge 70,8 Milliarden
Euro, bearbeitete Waren wie Stahl und Papier 37,8, Chemie und Arzneimittel 30,2,
sonstige Fertigwaren 19,1, übrige Waren 32,2 Milliarden Euro. Energie-Importe 12,6
Milliarden Euro; mit China das größte Defizit von minus 12,5 Milliarden Euro.](https://
www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/aussenhandel-grafik4_waren.png "Exporte
und Außenhandel: mit wem Österreich handelt und warum es zählt 4")

Bei den Importen sind Maschinen und Fahrzeuge ebenfalls die größte Gruppe, denn 
vieles, was in Österreich weiterverarbeitet wird, kommt als Vorprodukt aus dem Ausland.
Eine Schwachstelle ist die Energie: Brennstoffe wie Erdöl und Erdgas hat Österreich
2025 um rund 12,6 Milliarden Euro importiert. Steigen die Preise für Energie am 
Weltmarkt, zahlt Österreich mehr für seine Importe, und das treibt auch die [Inflation](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/inflation/)
im Inland.

## Wie sich die Exporte entwickelt haben

Seit dem EU-Beitritt 1995 sind die österreichischen Exporte stark gewachsen. Im 
Jahr 2000 lagen die Warenexporte bei rund 70 Milliarden Euro, 2010 bei rund 109 
Milliarden Euro und 2023 mit rund 201 Milliarden Euro auf ihrem bisherigen Höchststand.
Die Öffnung Osteuropas und der Binnenmarkt haben neue Kunden direkt vor der Haustür
gebracht.

![Österreichs Warenexporte für jedes Jahr von 1995 bis 2025 als Säulen: von 42 Milliarden
Euro 1995 stetig steigend, Einbruch auf 94 Milliarden in der Finanzkrise 2009, 143
Milliarden im Corona-Jahr 2020, Rekord von 201 Milliarden 2023 und 190 Milliarden
Euro 2025.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/aussenhandel-grafik5_entwicklung_v3.
png "Exporte und Außenhandel: mit wem Österreich handelt und warum es zählt 5")

Der Weg nach oben war aber nicht gerade. In der Finanzkrise brachen die Warenexporte
2009 um rund ein Fünftel ein, auf rund 94 Milliarden Euro. 2020 sanken sie mit der
Corona-Krise erneut, und nach dem Rekord von 2023 gingen sie in den beiden Jahren
danach wieder zurück, weil die Industrie in Europa schwächelte. Die Exporte sind
also ein guter Gradmesser für die [Konjunktur](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/wirtschaftswachstum-und-konjunktur/):
Sie reagieren früh und stark, wenn sich die Lage bei den wichtigsten Handelspartnern
ändert.

## Was passiert, wenn die Exporte einbrechen

Ein Einbruch der Exporte trifft zuerst die Betriebe, die ins Ausland liefern. Die
Aufträge gehen zurück, die Produktion wird gedrosselt, es folgen Kurzarbeit und 
[Kündigungen](https://www.finanzgeier.at/arbeit/kuendigung/). Dann trifft es die
Zulieferer, die Transportunternehmen und die Dienstleister rund um die Industrie.
Wer weniger verdient oder um seinen Job bangt, gibt weniger aus, und so wandert 
die Schwäche weiter in den Handel und in andere Branchen. Der Staat nimmt weniger
Steuern ein und muss gleichzeitig mehr für [Arbeitslosigkeit](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/arbeitslosenquote/)
ausgeben.

![Wenn die Exporte einbrechen: weniger Aufträge im Export, Zulieferer und Transport
leiden, Kurzarbeit und Kündigungen, weniger Konsum im Inland, weniger Steuern und
mehr Ausgaben für den Staat. Beispiel: Minus 10 Prozent bei 190 Milliarden Euro 
sind 19 Milliarden Euro weniger Umsatz, rund 2.000 Euro pro Einwohner. 2009 fielen
die Exporte um 20 Prozent, die Wirtschaft schrumpfte um 3,6 Prozent.](https://www.
finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/aussenhandel-grafik6_einbruch_v2.png "
Exporte und Außenhandel: mit wem Österreich handelt und warum es zählt 6")

Wie groß die Beträge sind, zeigt ein Rechenbeispiel: Gehen die Warenexporte von 
rund 190 Milliarden Euro um 10 Prozent zurück, fehlen den Betrieben 19 Milliarden
Euro Umsatz im Jahr, umgerechnet rund 2.000 Euro pro Einwohner. Dass das keine Theorie
ist, zeigt das Jahr 2009: Die Exporte fielen um rund ein Fünftel, und die Wirtschaft
schrumpfte um 3,6 Prozent, damals der stärkste Einbruch seit dem Zweiten Weltkrieg.
Am stärksten betroffen sind die Industrieregionen, zuletzt bei der Industrieschwäche
ab 2023 vor allem Oberösterreich und Kärnten.

## Was das für dich heißt

Der Einzelne kann den Außenhandel nicht beeinflussen, aber wer sich für Wirtschaft
interessiert, sollte ihn verstehen. Wer weiß, wie stark Österreich vom Export lebt,
versteht Nachrichten über Zölle, über die deutsche Autoindustrie oder über Energiepreise
besser und kann einschätzen, was sie für Arbeitsplätze, Preise und die eigene Region
bedeuten, denn [Österreichs Wirtschaft](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/oesterreichs-wirtschaft/)
hängt in vielen Branchen am Ausland.

![Was das für dich heißt: Nachrichten über Zölle, die deutsche Autoindustrie und
Energiepreise einordnen, den eigenen Job einschätzen, einen Notgroschen bereithalten,
die Geldanlage breit streuen und einmal im Jahr im März die Zahlen zum Vorjahr ansehen.](
https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/aussenhandel-grafik7_fuer_dich.
png "Exporte und Außenhandel: mit wem Österreich handelt und warum es zählt 7")

Wer in der Industrie oder bei einem Zulieferer arbeitet, muss sich bewusst sein,
dass ein Einbruch im Ausland mit wenigen Monaten Verzögerung im eigenen Betrieb 
ankommen kann, und hält deshalb einen [Notgroschen](https://www.finanzgeier.at/konto/notgroschen/)
bereit. Für die Geldanlage gilt dasselbe wie für die Wirtschaft eines kleinen Landes:
Wer seine Anlage über viele Länder verteilt, etwa mit einem breit gestreuten [ETF](https://www.finanzgeier.at/boerse/etf/),
hängt nicht an einem einzigen Markt.

**Der Rat zum Schluss:** Schau einmal im Jahr, wenn im März die Außenhandelszahlen
des Vorjahres erscheinen, wie sich die Exporte und die wichtigsten Handelspartner
entwickeln, und frag dich, wie stark dein eigener Job und deine Region davon abhängen.

**Quellen:** Statistik Austria: [Österreich 2025 mit negativer Handelsbilanz](https://www.statistik.at/fileadmin/announcement/2026/03/20260309Aussenhandel2025.pdf)(
9.3.2026) und [Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen 2024](https://www.statistik.at/fileadmin/publications/VGR2024_barr.pdf);
WKO: [Warenexporte nach Ländern](https://www.wko.at/statistik/jahrbuch/ah-exporte-laender.pdf)(
Daten Statistik Austria); Statistik Austria: [Außenhandel-Langzeitreihe ab 1980](https://www.statistik.at/fileadmin/pages/201/068645_Aussenhandel_Langzeitreihe_ab_1980_Hauptdaten_25e.ods)(
Stand 15.10.2026); Eurostat: [BIP-Wachstum](https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/nama_10_gdp/default/table);
economiesuisse: [Schweizer Aussenhandel 2024](https://www.economiesuisse.ch/de/artikel/schweizer-aussenhandel-durchzogenes-bild-trotz-exportrekord).
Stand: Oktober 2026.

[⌊Strommasten über einer Alpenlandschaft mit Staumauer und Windrädern, im Vordergrund
eine orange Gasleitung, oben das Wort Energie⌉⌊Strommasten über einer Alpenlandschaft
mit Staumauer und Windrädern, im Vordergrund eine orange Gasleitung, oben das Wort
Energie⌉[

**Weiterlesen:** Brennstoffe wie Erdöl und Erdgas hat Österreich 2025 um rund 12,6
Milliarden Euro importiert, die Energie ist damit eine Schwachstelle im Außenhandel.
Woher die [Energie in Österreich](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/energie-in-oesterreich/)
kommt und wofür sie gebraucht wird, ist ein eigenes Thema. Dort steht auch, wie 
der Preis entsteht.

**Hinweis:** Diese Seite erklärt den Außenhandel allgemein und ersetzt keine Beratung.
Die Zahlen werden jährlich neu erhoben und sind gerundet; das Rechenbeispiel verwendet
Beispielwerte.
