# Bilanz lesen: wo du sie findest und was die Zahlen über ein Unternehmen sagen

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- Published: 2026-10-17T10:20:10+02:00
- Author: finanzgeier

Zuletzt aktualisiert: 17.10.2026

Für 1,52 Euro kannst du in Österreich den Jahresabschluss jeder GmbH und jeder Aktiengesellschaft
abrufen. Eine Beispiel-GmbH mit 1 Million Euro Bilanzsumme und 300.000 Euro Eigenkapital
hat eine Eigenkapitalquote von 30 Prozent und würde ihre Schulden aus dem laufenden
Geschäft in knapp vier Jahren zurückzahlen (Beispielwerte). Zwei Zahlen, die viel
darüber sagen, ob du einem Unternehmen eine Anzahlung anvertrauen kannst. GmbHs 
und Aktiengesellschaften müssen offenlegen, was sie tun und wie es ihnen geht, aber
die meisten wissen nicht, wo sie diese Zahlen finden und wie sie sie lesen. Diese
Seite erklärt, wo die Bilanzen liegen, was ein Unternehmen veröffentlichen muss,
wie Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aufgebaut sind, welche Kennzahlen am 
meisten verraten, woran du Warnsignale erkennst und was du daraus ableiten kannst.

## Inhalt

 * [Wo du Bilanzen findest](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/bilanz-lesen/#wo-du-bilanzen-findest)
 * [Was ein Unternehmen veröffentlichen muss](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/bilanz-lesen/#was-ein-unternehmen-veröffentlichen-muss)
 * [Der Aufbau der Bilanz](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/bilanz-lesen/#der-aufbau-der-bilanz)
 * [Die Gewinn- und Verlustrechnung](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/bilanz-lesen/#die-gewinn-und-verlustrechnung)
 * [Die wichtigsten Kennzahlen](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/bilanz-lesen/#die-wichtigsten-kennzahlen)
 * [Woran du Warnsignale erkennst](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/bilanz-lesen/#woran-du-warnsignale-erkennst)
 * [Was du daraus ableiten kannst](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/bilanz-lesen/#was-du-daraus-ableiten-kannst)

## Wo du Bilanzen findest

Kapitalgesellschaften, also vor allem GmbHs und Aktiengesellschaften, müssen ihren
Jahresabschluss spätestens neun Monate nach dem Bilanzstichtag beim Firmenbuchgericht
einreichen. Das Firmenbuch ist das öffentliche Verzeichnis aller eingetragenen Unternehmen
in Österreich, und die eingereichten Jahresabschlüsse landen dort in der sogenannten
Urkundensammlung. Abrufen kannst du sie online über JustizOnline oder über eine 
der Verrechnungsstellen, die das Justizministerium beauftragt hat. Ein Dokument 
aus der Urkundensammlung kostet 1,52 Euro, ein aktueller Firmenbuchauszug mit Geschäftsführern,
Gesellschaftern und Adresse 4,89 Euro, die Verrechnungsstellen dürfen einen kleinen
Aufschlag verrechnen.

![Wo du Bilanzen findest, in drei Schritten: Firma im Firmenbuch suchen, über JustizOnline
oder eine Verrechnungsstelle, Auszug 4,89 Euro; Jahresabschluss aus der Urkundensammlung
abrufen, 1,52 Euro je Dokument; Ediktsdatei auf ein Insolvenzverfahren prüfen, kostenlos.
Frist zum Einreichen: 9 Monate nach dem Bilanzstichtag; wer zu spät kommt, zahlt
eine Zwangsstrafe ab 700 Euro, alle zwei Monate neu.](https://www.finanzgeier.at/
wp-content/uploads/2026/10/bilanz-lesen-grafik1_finden.png "Bilanz lesen: wo du 
sie findest und was die Zahlen über ein Unternehmen sagen 1")

Börsennotierte Aktiengesellschaften stellen ihre [Geschäftsberichte](https://www.finanzgeier.at/boerse/quartalszahlen-lesen/)
zusätzlich kostenlos auf ihre eigene Website. Wer zu spät oder gar nicht einreicht,
bekommt automatisch eine Zwangsstrafe von 700 Euro, die alle zwei Monate wiederholt
wird, bei mittelgroßen und großen Gesellschaften ein Vielfaches davon. Fehlt der
letzte Jahresabschluss im Firmenbuch, ist das also schon ein Hinweis. Keine Bilanz
offenlegen müssen Einzelunternehmer und Personengesellschaften wie die Offene Gesellschaft(
OG), in denen Menschen persönlich haften. Viele kleine Betriebe ermitteln ihren 
Gewinn ohnehin mit der einfacheren [Einnahmen-Ausgaben-Rechnung](https://www.finanzgeier.at/steuern/einnahmen-ausgaben-rechnung/).

## Was ein Unternehmen veröffentlichen muss

Wie viel du zu sehen bekommst, hängt von der Größe des Unternehmens ab. Das Unternehmensgesetzbuch,
kurz UGB, teilt Kapitalgesellschaften in vier Größenklassen ein, nach Bilanzsumme,
Umsatz und Zahl der Beschäftigten. Eine Kleinstkapitalgesellschaft hat höchstens
450.000 Euro Bilanzsumme, 900.000 Euro Umsatz und 10 Beschäftigte, eine kleine Gesellschaft
höchstens 6,25 Millionen Euro Bilanzsumme, 12,5 Millionen Euro Umsatz und 50 Beschäftigte.
Mittelgroß ist eine Gesellschaft bis 25 Millionen Euro Bilanzsumme, 50 Millionen
Euro Umsatz und 250 Beschäftigte, alles darüber ist groß. Für die Einteilung reicht
es, wenn zwei der drei Grenzen eingehalten werden.

![Größenklassen nach dem Unternehmensgesetzbuch bei GmbHs: Kleinst bis 450.000 Euro
Bilanzsumme, 900.000 Euro Umsatz und 10 Beschäftigte, veröffentlicht nur die Bilanz;
klein bis 6,25 Millionen, 12,5 Millionen und 50 Beschäftigte, Bilanz und Anhang 
ohne Gewinn- und Verlustrechnung; mittelgroß bis 25 Millionen, 50 Millionen und 
250 Beschäftigte sowie groß darüber, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang.
Es zählen zwei der drei Grenzen; Aktiengesellschaften legen die Gewinn- und Verlustrechnung
immer offen.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/bilanz-lesen-
grafik2_groessen.png "Bilanz lesen: wo du sie findest und was die Zahlen über ein
Unternehmen sagen 2")

Für den Leser hat das eine wichtige Folge: Eine kleine GmbH muss nur die Bilanz 
und den Anhang einreichen, aber keine Gewinn- und Verlustrechnung, eine Kleinst-
GmbH sogar nur die Bilanz. Bei den allermeisten GmbHs siehst du also, was das Unternehmen
besitzt und was es schuldet, aber nicht, wie viel es umsetzt. Den Gewinn oder Verlust
erkennst du trotzdem, denn er zeigt sich im Eigenkapital, das von Jahr zu Jahr wächst
oder schrumpft. Aktiengesellschaften und alle mittelgroßen und großen Gesellschaften
legen dazu die Gewinn- und Verlustrechnung offen, meist auch einen Lagebericht über
Geschäftsverlauf und Risiken.

## Der Aufbau der Bilanz

Eine Bilanz ist eine Momentaufnahme am Bilanzstichtag, meist dem 31. Dezember, und
sie hat immer zwei Seiten, die gleich groß sind. Links stehen die Aktiva, also alles,
was das Unternehmen besitzt. Rechts stehen die Passiva, also woher das Geld dafür
stammt. Die Summe beider Seiten heißt Bilanzsumme. Bei der Beispiel-GmbH sind es
1 Million Euro, alle Werte sind Beispielwerte.

![Aufbau der Bilanz einer Beispiel-GmbH: Aktiva mit Anlagevermögen 400.000 Euro,
Vorräten 200.000, Forderungen 250.000 und Konto und Kassa 150.000 Euro; Passiva 
mit Eigenkapital 300.000, Rückstellungen 100.000 und Verbindlichkeiten 600.000 Euro,
davon 350.000 kurzfristig. Beide Seiten ergeben 1.000.000 Euro.](https://www.finanzgeier.
at/wp-content/uploads/2026/10/bilanz-lesen-grafik3_bilanz.png "Bilanz lesen: wo 
du sie findest und was die Zahlen über ein Unternehmen sagen 3")

Die Aktiva teilen sich in Anlagevermögen und Umlaufvermögen. Zum Anlagevermögen 
gehört, was dem Betrieb lange dient, etwa Gebäude, Maschinen und Fahrzeuge, bei 
der Beispiel-GmbH 400.000 Euro. Das Umlaufvermögen ist für den laufenden Betrieb
da: 200.000 Euro Vorräte, 250.000 Euro Forderungen, also Geld, das Kunden noch schulden,
und 150.000 Euro auf Konto und in der Kassa. Auf der Passivseite stehen 300.000 
Euro Eigenkapital, das Geld der Eigentümer samt einbehaltenen Gewinnen, dann 100.000
Euro Rückstellungen für ungewisse, aber erwartete Zahlungen wie Abfertigungen oder
Steuern, und 600.000 Euro Verbindlichkeiten, also Schulden bei Banken, Lieferanten
und dem Finanzamt. Davon sind 350.000 Euro innerhalb eines Jahres fällig.

## Die Gewinn- und Verlustrechnung

Während die Bilanz einen Stichtag zeigt, zeigt die Gewinn- und Verlustrechnung, 
kurz GuV, was im ganzen Jahr passiert ist. Oben stehen die Umsatzerlöse, darunter
werden Schritt für Schritt die Aufwände abgezogen, unten steht das Ergebnis. Die
Beispiel-GmbH hat 2 Millionen Euro umgesetzt. Davon gehen 900.000 Euro für Material
und Waren weg, 700.000 Euro für Personal, 80.000 Euro für Abschreibungen, also den
Wertverlust von Maschinen und Gebäuden, und 220.000 Euro für sonstige Aufwände wie
Miete, Energie und Versicherungen. Übrig bleibt ein Betriebsergebnis von 100.000
Euro.

![Gewinn- und Verlustrechnung der Beispiel-GmbH als Wasserfall: Umsatz 2.000.000
Euro, minus Material 900.000, Personal 700.000, Abschreibungen 80.000, Sonstiges
220.000, Zinsen 20.000 und Steuern 18.400 Euro; Gewinn 61.600 Euro. Betriebsergebnis
100.000 Euro, vor Steuern 80.000 Euro.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/
2026/10/bilanz-lesen-grafik4_guv.png "Bilanz lesen: wo du sie findest und was die
Zahlen über ein Unternehmen sagen 4")

Nach 20.000 Euro Zinsen für Kredite bleiben 80.000 Euro vor Steuern. Davon zahlt
die GmbH 23 Prozent Körperschaftsteuer, das ist die Einkommensteuer der Kapitalgesellschaften,
also 18.400 Euro. Der Jahresüberschuss liegt bei 61.600 Euro. Er kann an die Eigentümer
ausgeschüttet werden, bei Aktiengesellschaften als [Dividende](https://www.finanzgeier.at/boerse/dividende/),
oder er bleibt im Unternehmen und erhöht das Eigenkapital. Ein Jahresfehlbetrag,
also ein Verlust, verringert es.

## Die wichtigsten Kennzahlen

Aus Bilanz und GuV lassen sich mit wenigen Rechnungen die Zahlen gewinnen, die am
meisten über ein Unternehmen verraten. Die wichtigste ist die Eigenkapitalquote,
das Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme. Bei der Beispiel-GmbH sind das 300.000
von 1 Million Euro, also 30 Prozent. Je höher die Quote, desto mehr Verluste kann
ein Unternehmen verkraften, bevor es in Schwierigkeiten kommt. Die Liquidität, genauer
die Liquidität zweiten Grades, zeigt, ob das Unternehmen seine kurzfristigen Schulden
bezahlen kann: Konto, Kassa und Forderungen von zusammen 400.000 Euro stehen 350.000
Euro kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber, das sind 114 Prozent. Liegt der 
Wert unter 100 Prozent, wird es eng, wenn alle Rechnungen gleichzeitig kommen.

![Die wichtigsten Kennzahlen der Beispiel-GmbH: Eigenkapitalquote 30 Prozent, Liquidität
zweiten Grades 114 Prozent, Umsatzrendite 3,1 Prozent, Eigenkapitalrendite 21 Prozent,
Schuldentilgungsdauer 3,9 Jahre; Warnschwellen laut Unternehmensreorganisationsgesetz
8 Prozent Eigenmittelquote und 15 Jahre Schuldentilgungsdauer.](https://www.finanzgeier.
at/wp-content/uploads/2026/10/bilanz-lesen-grafik5_kennzahlen.png "Bilanz lesen:
wo du sie findest und was die Zahlen über ein Unternehmen sagen 5")

Die Umsatzrendite zeigt, wie viel vom Umsatz als Gewinn bleibt: 61.600 von 2 Millionen
Euro sind gut 3 Prozent. Die Eigenkapitalrendite setzt den Gewinn ins Verhältnis
zum eingesetzten Eigenkapital: 61.600 von 300.000 Euro sind rund 21 Prozent. Die
fiktive Schuldentilgungsdauer schließlich zeigt, wie viele Jahre das Unternehmen
bräuchte, um seine Schulden aus dem laufenden Geschäft zu tilgen. Vereinfacht gerechnet:
Rückstellungen und Verbindlichkeiten von 700.000 Euro minus 150.000 Euro Guthaben
ergeben 550.000 Euro, geteilt durch den Jahresüberschuss plus Abschreibungen von
141.600 Euro sind das knapp 3,9 Jahre. Kennzahlen sagen erst im Vergleich etwas,
mit den Vorjahren und mit anderen Betrieben derselben Branche, denn ein Händler 
hat ganz andere Werte als ein Maschinenbauer.

## Woran du Warnsignale erkennst

Das österreichische Unternehmensreorganisationsgesetz nennt zwei Grenzwerte, die
gemeinsam als ernstes Warnsignal gelten: eine Eigenmittelquote unter 8 Prozent und
eine fiktive Schuldentilgungsdauer über 15 Jahre. Sind beide überschritten, wird
ein Reorganisationsbedarf vermutet, und der Abschlussprüfer muss darauf hinweisen.
Die Beispiel-GmbH ist mit 30 Prozent und knapp 4 Jahren weit davon entfernt. Noch
deutlicher ist ein negatives Eigenkapital: Dann übersteigen die Schulden das gesamte
Vermögen, und in der Bilanz steht ein „nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag“.

![Warnsignale: eine Eigenmittelquote unter 8 Prozent und eine fiktive Schuldentilgungsdauer
über 15 Jahre, die Beispiel-GmbH liegt mit 30 Prozent und 3,9 Jahren weit davon 
entfernt. Weitere Warnsignale sind negatives Eigenkapital, Verluste über mehrere
Jahre, schrumpfendes Eigenkapital, stark steigende kurzfristige Schulden und ein
Jahresabschluss, der fehlt oder zu spät kommt.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/
uploads/2026/10/bilanz-lesen-grafik6_warnsignale.png "Bilanz lesen: wo du sie findest
und was die Zahlen über ein Unternehmen sagen 6")

Weitere Warnsignale sind Verluste über mehrere Jahre, ein Eigenkapital, das von 
Jahr zu Jahr schrumpft, stark steigende kurzfristige Verbindlichkeiten, sehr hohe
Forderungen im Verhältnis zum Umsatz und ein Jahresabschluss, der verspätet oder
gar nicht eingereicht wurde. Ob über ein Unternehmen bereits ein Insolvenzverfahren
eröffnet wurde, zeigt die Ediktsdatei der Justiz, und die Abfrage dort ist kostenlos.
Keines dieser Signale beweist allein, dass ein Unternehmen in Schwierigkeiten ist,
aber mehrere zusammen sind ein klarer Grund, genauer hinzusehen.

## Was du daraus ableiten kannst

Eine Bilanz zu lesen, hilft dir überall dort, wo du einem Unternehmen Geld anvertraust.
Wer für eine Küche, ein Fertigteilhaus oder eine Maschine eine Anzahlung von mehreren
tausend Euro leistet, will wissen, ob der Betrieb in einem halben Jahr noch existiert.
Wer als Unternehmer eine langfristige Zusammenarbeit mit einem Lieferanten oder 
Partner aufbauen will, will wissen, ob dieser auf soliden Beinen steht. Und wer 
[Aktien](https://www.finanzgeier.at/boerse/aktie/) kauft, wird zum Miteigentümer
und sollte zumindest die wichtigsten Zahlen kennen. Mit den Kennzahlen dieser Seite
fällt es leichter, einem Unternehmen zu vertrauen, oder eben nicht.

![Wo der Blick in die Bilanz hilft: bei einer Anzahlung für Küche, Haus oder Maschine,
bei der Zusammenarbeit mit Lieferanten und Partnern und beim Kauf von Aktien. Die
letzte Bilanz kann bis fast zwei Jahre alt sein; deshalb die Abschlüsse der letzten
zwei, drei Jahre vergleichen und Eigenkapital und Ediktsdatei prüfen.](https://www.
finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/bilanz-lesen-grafik7_ableiten.png "Bilanz
lesen: wo du sie findest und was die Zahlen über ein Unternehmen sagen 7")

Eine Bilanz hat aber Grenzen. Sie zeigt die Vergangenheit, und weil Unternehmen 
neun Monate Zeit zum Einreichen haben, kann die letzte verfügbare Bilanz schon fast
zwei Jahre alt sein. Was seither passiert ist, steht nicht darin. Jede Lage ist 
anders, und eine Bilanz ersetzt bei großen Beträgen weder Erfahrung mit dem Partner
noch fachliche Beratung durch einen Steuerberater. Bei Geschäften gilt trotzdem:
Kontrolle ist besser als Vertrauen, und ein paar Euro für den Blick ins Firmenbuch
sind gut investiertes Geld.

**Der Rat zum Schluss:** Bevor du eine größere Anzahlung leistest oder eine langfristige
Zusammenarbeit eingehst, ruf die Jahresabschlüsse der letzten zwei, drei Jahre aus
dem Firmenbuch ab, schau dir Eigenkapitalquote und Entwicklung des Eigenkapitals
an und prüf in der Ediktsdatei, ob ein Insolvenzverfahren läuft.

**Quellen:** RIS – Unternehmensgesetzbuch: [Größenklassen](https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10001702&Paragraf=221),
[Offenlegung kleiner GmbHs](https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10001702&Paragraf=278)
und [Zwangsstrafen](https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10001702&Paragraf=283);
RIS: [Unternehmensreorganisationsgesetz](https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10003479);
Bundesministerium für Justiz: [Firmenbuchabfrage und Gebühren](https://www.justiz.gv.at/service/datenbanken/firmenbuch/firmenbuchabfrage.2c9484852308c2a601240b693e1c0860.de.html);
Unternehmensserviceportal: [Bilanzveröffentlichung](https://www.usp.gv.at/themen/betrieb-und-umwelt/laufender-betrieb/weitere-informationen-laufender-betrieb/bilanzveroeffentlichung.html).
Stand: Oktober 2026.

[⌊Drei Gebäude von klein nach groß, ein kleines Haus mit oranger Tür, ein Bürohaus
und ein Hochhaus, oben das Wort Unternehmensformen⌉⌊Drei Gebäude von klein nach 
groß, ein kleines Haus mit oranger Tür, ein Bürohaus und ein Hochhaus, oben das 
Wort Unternehmensformen⌉[

**Weiterlesen:** Einzelunternehmer und Personengesellschaften wie die Offene Gesellschaft
müssen keine Bilanz offenlegen, GmbHs und Aktiengesellschaften schon. Wer haftet
und welche Zahlen öffentlich sind, hängt also an den [Unternehmensformen](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/unternehmensformen/).
Dort steht, was Einzelunternehmen, e.U. und GmbH unterscheidet und wer wofür haftet.

**Hinweis:** Diese Seite erklärt, wie du eine Bilanz in Grundzügen liest, und ersetzt
keine Beratung durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer. Jede Lage ist anders;
die Beispiel-GmbH verwendet Beispielwerte.
