# ORF-Beitrag: Wer ihn zahlt, was er kostet und wie die Befreiung funktioniert

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- Published: 2026-10-13T15:57:52+02:00
- Author: finanzgeier

Zuletzt aktualisiert: 13.10.2026

Zwischen 183,60 und 240 Euro im Jahr zahlt jeder Haushalt in Österreich für den 
ORF, je nachdem, in welchem Bundesland er liegt. Das gilt auch dann, wenn dort niemand
fernsieht oder Radio hört. Diese Seite erklärt, was der ORF-Beitrag ist, wann du
ihn zahlen musst, wie viel er kostet und wofür das Geld verwendet wird. Dazu kommt
ein kurzer Blick auf über 100 Jahre Rundfunkgebühr und auf die Frage, warum der 
Beitrag so viele Menschen stört. Der Schwerpunkt liegt am Ende: wer sich befreien
lassen kann und wie der Antrag funktioniert.

Weil es um Abgaben und Anträge geht, gleich vorweg: Diese Seite gibt nur einen groben
Überblick. Für deinen eigenen Fall hol dir fachliche Hilfe, zum Beispiel bei der
Hotline der ORF-Beitrags Service GmbH, bei der Arbeiterkammer oder bei einer Sozialberatungsstelle.

## Inhalt

 * [Was der ORF-Beitrag ist und wann du ihn zahlen musst](https://www.finanzgeier.at/steuern/orf-beitrag/#was-der-orfbeitrag-ist-und-wann-du-ihn-zahlen-musst)
 * [Was der ORF-Beitrag kostet](https://www.finanzgeier.at/steuern/orf-beitrag/#was-der-orfbeitrag-kostet)
 * [Wofür das Geld verwendet wird](https://www.finanzgeier.at/steuern/orf-beitrag/#wofür-das-geld-verwendet-wird)
 * [Über 100 Jahre Rundfunkgebühr](https://www.finanzgeier.at/steuern/orf-beitrag/#über-100-jahre-rundfunkgebühr)
 * [Warum der ORF-Beitrag viele stört](https://www.finanzgeier.at/steuern/orf-beitrag/#warum-der-orfbeitrag-viele-stört)
 * [Wer vom ORF-Beitrag befreit werden kann](https://www.finanzgeier.at/steuern/orf-beitrag/#wer-vom-orfbeitrag-befreit-werden-kann)
 * [So beantragst du die Befreiung](https://www.finanzgeier.at/steuern/orf-beitrag/#so-beantragst-du-die-befreiung)
 * [Rechenbeispiel für das Jahr 2026](https://www.finanzgeier.at/steuern/orf-beitrag/#rechenbeispiel-für-das-jahr-2026)

## Was der ORF-Beitrag ist und wann du ihn zahlen musst

Der ORF-Beitrag finanziert den Österreichischen Rundfunk, also die Fernseh- und 
Radiosender des ORF und seine Angebote im Internet. Er hat 2024 die GIS-Gebühr abgelöst
und hängt nicht mehr an einem Gerät. Bei der GIS musste nur zahlen, wer einen Fernseher
oder ein Radio hatte. Heute zählt allein die Wohnadresse: Für jede Adresse in Österreich,
an der mindestens eine volljährige Person mit Hauptwohnsitz gemeldet ist, ist der
Beitrag fällig. Deshalb nennt man ihn auch Haushaltsabgabe.

Anmelden musst du dich dafür nicht. Das Zentrale Melderegister (ZMR), in dem jeder
Wohnsitz in Österreich eingetragen ist, schickt die Daten automatisch an die ORF-
Beitrags Service GmbH, kurz OBS. Sie hebt den Beitrag ein und schickt dir die Vorschreibung,
also die Zahlungsaufforderung. Wer mit 18 von zu Hause auszieht und sich an der 
neuen Adresse mit Hauptwohnsitz meldet, bekommt sie also ohne weiteres Zutun.

Der Beitrag fällt einmal pro Adresse an, nicht pro Person. In einer Wohngemeinschaft
mit vier Personen wird er also nur einmal bezahlt, wer im Haushalt das übernimmt,
regeln die Bewohner unter sich. Für einen Nebenwohnsitz, etwa eine Studentenwohnung
neben dem Hauptwohnsitz bei den Eltern, ist kein Beitrag zu zahlen. Unternehmen 
zahlen übrigens getrennt davon einen eigenen ORF-Beitrag, der sich nach der Lohnsumme
ihrer Mitarbeiter richtet.

![Wer den ORF-Beitrag zahlt: Eine Adresse mit Hauptwohnsitz ab 18 Jahren zahlt einen
Beitrag, eine Wohngemeinschaft mit vier Personen ebenfalls nur einen Beitrag, ein
Nebenwohnsitz zahlt keinen Beitrag. Unternehmen zahlen zusätzlich einen eigenen 
Beitrag.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/orf-grafik1_wer_zahlt.
png "ORF-Beitrag: Wer ihn zahlt, was er kostet und wie die Befreiung funktioniert
1")

## Was der ORF-Beitrag kostet

Der ORF-Beitrag selbst beträgt 15,30 Euro im Monat, also 183,60 Euro im Jahr. Er
ist gesetzlich bis einschließlich 2029 auf diesen Betrag begrenzt. In vier Bundesländern
kommt eine Landesabgabe dazu, mit der das Land eigene Aufgaben finanziert, zum Beispiel
Musikschulen oder Kultur. Damit zahlst du im Jahr:

 * Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg: 183,60 Euro
 * Tirol: 220,80 Euro
 * Burgenland und Kärnten: 238,80 Euro
 * Steiermark: 240,00 Euro

Die Steiermark hat angekündigt, ihre Landesabgabe ab 2027 abzuschaffen. Ob und in
welcher Höhe eine Landesabgabe anfällt, legt jedes Land selbst fest.

Bezahlt wird einmal im Jahr im Voraus. Wer lieber in zwei oder sechs Teilbeträgen
zahlt, braucht dafür eine SEPA-Lastschrift, also eine Einzugsermächtigung für das
eigene Konto. Wer nicht oder zu spät zahlt, bekommt zuerst eine Mahnung, und am 
Ende kann die OBS die Forderung per Bescheid festsetzen und eintreiben lassen. Ignorieren
löst das Problem also nicht.

![ORF-Beitrag pro Jahr nach Bundesland: Steiermark 240 Euro, Burgenland und Kärnten
238,80 Euro, Tirol 220,80 Euro, Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg
und Vorarlberg 183,60 Euro. Der Unterschied ist die Landesabgabe.](https://www.finanzgeier.
at/wp-content/uploads/2026/10/orf-grafik2_kosten.png "ORF-Beitrag: Wer ihn zahlt,
was er kostet und wie die Befreiung funktioniert 2")

## Wofür das Geld verwendet wird

Der ORF hat einen gesetzlichen Auftrag, den Fachleute öffentlich-rechtlich nennen:
Er soll die ganze Bevölkerung mit Information, Bildung, Kultur, Unterhaltung und
Sport versorgen, unabhängig davon, ob sich ein Programm wirtschaftlich rechnet. 
Dazu gehören die Fernsehsender ORF 1, ORF 2, ORF III und ORF Sport +, die Radiosender
Ö1, Ö3, FM4 und die neun Regionalradios, die Landesstudios in allen Bundesländern,
die Nachrichtenseite ORF.at, die Streaming-Plattform ORF ON, das Radio-Symphonieorchester
und Sendungen für die Volksgruppen. Dazu kommen Untertitel und Gebärdensprache für
Menschen mit Behinderung.

Laut seinem Finanzplan für 2025 rechnete der ORF mit rund 1,09 Milliarden Euro Einnahmen.
Davon kamen rund 730 Millionen Euro aus dem ORF-Beitrag, also etwa zwei Drittel.
Rund 200 Millionen Euro brachte die Werbung, der Rest stammt aus sonstigen Erlösen,
etwa dem Verkauf von Sendungen. Für den laufenden Betrieb darf der ORF aus dem Beitrag
bis 2029 höchstens 710 Millionen Euro im Jahr verwenden. Was darüber hinaus eingenommen
wird, muss er zur Seite legen.

![Ring mit den Einnahmen des ORF laut Finanzplan 2025, rund 1,09 Milliarden Euro:
etwa 730 Millionen Euro aus dem ORF-Beitrag, also zwei Drittel, etwa 200 Millionen
Euro Werbung und etwa 160 Millionen Euro Sonstiges. Dazu Symbole für Fernsehen, 
Radio, Smartphone und Orchester.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/
2026/10/orf-grafik3_einnahmen_v2.png "ORF-Beitrag: Wer ihn zahlt, was er kostet 
und wie die Befreiung funktioniert 3")

## Über 100 Jahre Rundfunkgebühr

Bezahlt wird für den Rundfunk in Österreich schon seit über 100 Jahren. Am 1. Oktober
1924 nahm die Radio-Verkehrs-AG, kurz RAVAG, in Wien den [regelmäßigen Radiobetrieb](https://www.geschichtenderwelt.eu/rundfunk-in-oesterreich-von-der-etablierung-des-radios/)
auf. Wer damals Radio hören wollte, brauchte eine Bewilligung und zahlte dafür eine
monatliche Gebühr. Mit dem Fernsehen kam in den 1950er-Jahren die Fernsehgebühr 
dazu. Das Prinzip blieb jahrzehntelang dasselbe: Gezahlt wurde für das Gerät, nicht
für die Nutzung.

Das Internet hat dieses Prinzip ausgehebelt. Wer ORF-Sendungen nur am Laptop oder
Handy streamte, musste nichts zahlen. 2022 entschied der Verfassungsgerichtshof,
dass diese Lücke gegen die Verfassung verstößt. Die Politik hat darauf mit dem ORF-
Beitrag reagiert, der seit 1. Jänner 2024 gilt. Ihn zahlen alle Haushalte, dafür
ist er niedriger als die alte GIS-Gebühr. Nach den Erwartungen der Regierung sind
damit rund 400.000 Haushalte dazugekommen, die vorher nichts gezahlt hatten. Gegen
den neuen Beitrag wurde ebenfalls geklagt, 2025 hat der Verfassungsgerichtshof aber
entschieden, dass er nicht gegen die Verfassung verstößt.

![Zeitleiste über 100 Jahre Rundfunkgebühr: 1924 Radio-Verkehrs-AG mit Hörergebühr,
1950er Fernsehgebühr, 2022 Verfassungsgerichtshof zur Streaming-Lücke, 2024 ORF-
Beitrag pro Haushalt, 2025 Verfassungsgerichtshof bestätigt den Beitrag, bis 2029
Deckel von 15,30 Euro im Monat.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/
10/orf-grafik4_geschichte.png "ORF-Beitrag: Wer ihn zahlt, was er kostet und wie
die Befreiung funktioniert 4")

## Warum der ORF-Beitrag viele stört

Kaum eine Abgabe in Österreich wird so heftig diskutiert wie der ORF-Beitrag. Der
wichtigste Grund ist das Prinzip selbst: Bezahlt wird nicht für die Nutzung, sondern
für die Wohnadresse. Wer nie ORF schaut oder hört, zahlt trotzdem. Bei einem Streamingdienst
kann jeder selbst entscheiden, ob er ein Abo abschließt und wann er es wieder kündigt.
Beim ORF-Beitrag gibt es diese Wahl nicht, denn die Daten kommen automatisch aus
dem Melderegister. Besonders ärgerlich ist das für Haushalte, die seit 2024 neu 
zahlen, obwohl sie bewusst keinen Fernseher und kein Radio angeschafft hatten.

Der zweite Punkt ist die Höhe. Der Beitrag ist für jeden Haushalt gleich hoch, egal
ob dort eine Pensionistin mit kleiner Pension allein lebt oder eine Familie mit 
zwei guten Gehältern. Wer knapp über der Grenze für die Befreiung verdient, zahlt
den vollen Betrag. Dazu kommt, dass der Wohnort entscheidet: Ein Haushalt in der
Steiermark zahlt im Jahr 56,40 Euro mehr als einer in Wien, und dieses Geld fließt
nicht einmal an den ORF, sondern an das Land. Selbständige und Firmeninhaber zahlen
oft doppelt, einmal für ihre Wohnung und einmal für ihr Unternehmen.

Der dritte Punkt ist die Werbung. Viele empfinden es als Widerspruch, dass ein Sender,
der von allen Haushalten bezahlt wird, zusätzlich rund 200 Millionen Euro im Jahr
mit Werbung einnimmt. Wer ORF schaut, zahlt also mit dem Beitrag und sieht trotzdem
Werbung, und private Sender sehen darin eine Konkurrenz mit ungleichen Mitteln.

Der vierte Punkt sind die Gehälter. Seit der ORF alle Gehälter über 170.000 Euro
im Jahr mit Namen veröffentlichen muss, ist bekannt, wie viel Spitzenkräfte und 
bekannte Moderatoren verdienen. Für viele, die den Beitrag von einem durchschnittlichen
Einkommen bezahlen, passen solche Beträge nicht zu einer Abgabe, die jeder zahlen
muss.

Der fünfte Punkt ist die Frage nach der Unabhängigkeit. Mitglieder des Stiftungsrats,
des obersten Aufsichtsgremiums des ORF, werden unter anderem von der Bundesregierung,
den Parteien im Parlament und den Bundesländern bestimmt. Kritiker sehen darin zu
viel Einfluss der Politik auf einen Sender, den alle bezahlen. Und schließlich gefällt
vielen das Programm nicht, das sie mitfinanzieren: Den einen ist es zu viel Unterhaltung
und Sport, den anderen zu wenig. Ob der ORF-Beitrag gerecht ist, muss jeder für 
sich selbst beantworten.

![Warum der ORF-Beitrag viele stört: zahlen ohne Nutzung, gleich hoch für alle, 
Wohnort entscheidet mit bis zu 56,40 Euro mehr im Jahr, Werbung trotz Beitrag mit
rund 200 Millionen Euro, hohe Gehälter mit einer Liste ab 170.000 Euro, politischer
Einfluss über den Stiftungsrat.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/
10/orf-grafik5_kritik.png "ORF-Beitrag: Wer ihn zahlt, was er kostet und wie die
Befreiung funktioniert 5")

## Wer vom ORF-Beitrag befreit werden kann

Eine Befreiung bekommst du nicht automatisch, du musst sie beantragen. Zwei Bedingungen
müssen dabei zusammenkommen. Erstens brauchst du einen gesetzlichen Anspruchsgrund,
das heißt, du beziehst eine bestimmte Leistung oder gehörst zu einer bestimmten 
Gruppe:

 * Pflegegeld
 * Pension oder eine vergleichbare Leistung der öffentlichen Hand
 * Arbeitslosengeld, Notstandshilfe oder Beihilfen vom AMS
 * Studienbeihilfe
 * Sozialhilfe oder Unterstützung wegen sozialer Bedürftigkeit
 * gehörlos oder schwer hörbehindert
 * Lehrling ab 18 Jahren

Zweitens darf das Nettoeinkommen aller Personen im Haushalt eine gesetzliche Grenze
nicht überschreiten. Die Grenze steigt mit der Zahl der Personen im Haushalt und
wird jedes Jahr angepasst. Die Werte für das aktuelle Jahr stehen im letzten Kapitel.
Gezählt werden Lohn, Lehrlingsentschädigung, Pension, Arbeitslosengeld und Krankengeld.
Familienbeihilfe, Pflegegeld, Studienbeihilfe und Sozialhilfe zählen dagegen nicht
als Einkommen. Vom Einkommen werden außerdem die Wohnkosten abgezogen, automatisch
500 Euro im Monat oder die tatsächliche Miete samt Betriebskosten, wenn sie höher
ist und du sie nachweist. Mit dem Steuerbescheid lassen sich auch außergewöhnliche
Belastungen und Sonderausgaben abziehen, zum Beispiel Kosten einer Krankheit. Deshalb
liegen viele Haushalte unter der Grenze, die auf den ersten Blick zu viel verdienen.

Die Befreiung gilt für den ORF-Beitrag und die Landesabgabe und läuft höchstens 
fünf Jahre. Mit ihr bekommst du auf Antrag noch mehr: einen Zuschuss von 10 Euro
im Monat zur Telefon- oder Internetrechnung, den Strom-Sozialtarif mit einem gedeckelten
Strompreis, von dem nur Studierende ausgenommen sind, und die Befreiung von einem
Teil der Netzkosten auf der Stromrechnung. Für viele Haushalte ist dieses Paket 
mehr wert als der ORF-Beitrag selbst.

![Wer befreit werden kann: ein Anspruchsgrund wie Pflegegeld, Pension, AMS-Leistung,
Studienbeihilfe, Sozialhilfe, Gehörlosigkeit oder Lehre ab 18, und ein Haushaltseinkommen
nach Abzug unter der Grenze. Dazu kommen Telefonzuschuss, Strom-Sozialtarif und 
Befreiung von Netzkosten.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/
orf-grafik6_befreiung.png "ORF-Beitrag: Wer ihn zahlt, was er kostet und wie die
Befreiung funktioniert 6")

## So beantragst du die Befreiung

Am einfachsten ist der [Befreiungsrechner](https://www.obs.at/befreiungsrechner)
auf der Webseite der OBS. Er fragt Schritt für Schritt ab, ob du einen Anspruchsgrund
hast und wie hoch das Einkommen in deinem Haushalt ist. Am Ende bekommst du das 
Ergebnis, den ausgefüllten Antrag und eine Liste der Unterlagen, die du beilegen
musst. Auch der [ORF-Beitragsrechner](https://www.finanzgeier.at/rechner/orf-beitragsrechner/)
von finanzgeier.at füllt das Formular der OBS aus und legt ein Begleitschreiben 
und eine Checkliste für den Versand per Post oder E-Mail dazu. Wer lieber auf Papier
arbeitet, lädt das [Antragsformular](https://www.obs.at/befreiung/antrag) herunter
oder bestellt es bei der Hotline.

Dem Antrag legst du Kopien bei: den Nachweis deines Anspruchsgrunds, etwa den Bescheid
über die Studienbeihilfe oder den Lehrvertrag, und die Einkommensnachweise aller
Personen im Haushalt. Wer zusätzlich den Strom-Sozialtarif will, gibt die Zählpunktnummer
an, die auf der Stromrechnung steht. Dann den Antrag unterschreiben und an die OBS
schicken. Fehlende Unterlagen sind der häufigste Grund, warum ein Antrag zurückkommt,
deshalb lohnt es sich, die Liste genau abzuarbeiten.

Vor Ablauf der fünf Jahre schickt dir die OBS eine Erinnerung, dann stellst du einen
neuen Antrag. Ändert sich vorher etwas, etwa weil du mehr verdienst, die Leistung
wegfällt oder du umziehst, musst du das der OBS sofort melden. Sonst kann die Befreiung
rückwirkend aufgehoben werden, und die OBS fordert das Geld zurück.

![So beantragst du die Befreiung in sechs Schritten: Befreiungsrechner der OBS, 
Unterlagen sammeln, Antrag unterschreiben und senden, Bescheid für bis zu fünf Jahre,
Änderungen melden, vor Ablauf neu beantragen.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/
uploads/2026/10/orf-grafik7_antrag.png "ORF-Beitrag: Wer ihn zahlt, was er kostet
und wie die Befreiung funktioniert 7")

## Rechenbeispiel für das Jahr 2026

2026 liegt die Einkommensgrenze für die Befreiung bei 1.465,40 Euro netto im Monat
für eine Person und bei 2.311,81 Euro für zwei Personen. Für jede weitere Person
im Haushalt kommen 226,11 Euro dazu.

Ein Beispiel mit gerundeten Werten: Ein Paar wohnt gemeinsam in einer Mietwohnung
in Graz. Er ist 20 und Lehrling im letzten Lehrjahr mit 1.200 Euro netto im Monat,
sie verdient 1.400 Euro netto. Zusammen sind das 2.600 Euro, und damit liegen die
beiden auf den ersten Blick über der Grenze von 2.311,81 Euro für zwei Personen.
Abgezogen werden aber die Wohnkosten, und die Miete samt Betriebskosten beträgt 
700 Euro. Damit zählen nur 1.900 Euro als Haushaltseinkommen, und das liegt klar
unter der Grenze. Mit dem Antrag spart das Paar in der Steiermark 240 Euro im Jahr,
dazu kommen der Telefonzuschuss von 120 Euro im Jahr und der Strom-Sozialtarif. 
Ohne Antrag wären das mehrere Hundert Euro im Jahr, die ihnen zustehen und die sie
verschenken.

![Rechenbeispiel 2026 für ein Paar in Graz: 2.600 Euro Haushaltseinkommen minus 
700 Euro Wohnkosten ergeben 1.900 Euro, unter der Grenze von 2.311,81 Euro, also
befreit. Ersparnis 240 Euro ORF-Beitrag, 120 Euro Telefonzuschuss und Strom-Sozialtarif.](
https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/orf-grafik8_rechenbeispiel.
png "ORF-Beitrag: Wer ihn zahlt, was er kostet und wie die Befreiung funktioniert
8")

**Der Rat zum Schluss:** Wenn du eine der genannten Leistungen beziehst oder ein
Lehrling bist, probiere den Befreiungsrechner der OBS aus, auch wenn dein Einkommen
auf den ersten Blick zu hoch wirkt. Er kostet dich zehn Minuten, und wegen der abgezogenen
Wohnkosten liegen viele unter der Grenze, die das gar nicht vermuten.

**Quellen:** ORF-Beitrags Service: [Beitrag & Zahlung](https://www.obs.at/zahlung),
[Befreiung & Zuschuss](https://www.obs.at/befreiung), [Haushalts-Nettoeinkommen](https://www.obs.at/befreiung/einkommen),
[Antragsinformation](https://www.obs.at/fileadmin/user_upload/Formulare/OBS_Antrag_INFO_04_2026.pdf)(
Stand April 2026); oesterreich.gv.at: [Befreiung vom ORF-Beitrag](https://www.oesterreich.gv.at/de/themen/hilfe_und_finanzielle_unterstuetzung_erhalten/3/Seite.1693900)(
Stand August 2026); RIS: [ORF-Beitrags-Gesetz 2024](https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20012352),
[ORF-Gesetz](https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10000785);
ORF-Finanzplan 2025 laut [Leadersnet](https://www.leadersnet.at/news/84799,orf-stiftungsrat-mit-finanz-und-stellenplan-fuer-2025.html)
und [orf.at](https://orf.at/stories/3377375/). Stand: Oktober 2026.

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**Hinweis:** Diese Seite gibt nur einen groben Überblick über den ORF-Beitrag und
die Befreiung und ersetzt keine Beratung. Jede Lage ist anders: Bei Fragen zu deinem
Fall hol dir fachliche Hilfe, zum Beispiel bei der Hotline der ORF-Beitrags Service
GmbH, bei der Arbeiterkammer oder bei einer Sozialberatungsstelle. Das Rechenbeispiel
verwendet gerundete Beispielwerte.
