# Bonität und KSV: was über dich gespeichert ist und wie du es prüfst

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- Published: 2026-10-17T14:06:03+02:00
- Author: finanzgeier

Zuletzt aktualisiert: 17.10.2026

Bei einem [Kredit](https://www.finanzgeier.at/kredit/kredit/) über 15.000 Euro auf
fünf Jahre zahlst du mit 6 Prozent Zinsen 2.399,52 Euro, mit 9 Prozent sind es 3.682,52
Euro. Ob du den günstigeren Zinssatz bekommst, hängt auch an deiner Bonität, also
wie zahlungsfähig und zahlungswillig dich Banken und Unternehmen einschätzen. Was
sie über dich wissen, steht in Bonitätsdatenbanken, allen voran beim KSV, dem Kreditschutzverband
von 1870, kurz KSV1870 oder KSV 1870. Auf dieser Seite erfährst du, wer Bonitätsdaten
sammelt, wie ein Eintrag entsteht, warum er nach dem Bezahlen nicht sofort verschwindet
und wie du deine Bonität prüfen kannst.

## Inhalt

 * [Was Bonität bedeutet](https://www.finanzgeier.at/kredit/bonitaet-ksv/#was-bonität-bedeutet)
 * [KSV1870, CRIF und andere Bonitätsdatenbanken](https://www.finanzgeier.at/kredit/bonitaet-ksv/#ksv1870-crif-und-andere-bonitätsdatenbanken)
 * [Wie ein Eintrag entsteht](https://www.finanzgeier.at/kredit/bonitaet-ksv/#wie-ein-eintrag-entsteht)
 * [Was eine schlechte Bonität kostet](https://www.finanzgeier.at/kredit/bonitaet-ksv/#was-eine-schlechte-bonität-kostet)
 * [Bezahlt heißt nicht gelöscht](https://www.finanzgeier.at/kredit/bonitaet-ksv/#bezahlt-heißt-nicht-gelöscht)
 * [KSV-Auskunft: deine Bonität prüfen](https://www.finanzgeier.at/kredit/bonitaet-ksv/#ksvauskunft-deine-bonität-prüfen)
 * [Falsche Einträge und was du tun kannst](https://www.finanzgeier.at/kredit/bonitaet-ksv/#falsche-einträge-und-was-du-tun-kannst)

## Was Bonität bedeutet

Bonität heißt Kreditwürdigkeit: Wie wahrscheinlich ist es, dass jemand seine Rechnungen
und Raten pünktlich bezahlt? Bevor ein Unternehmen dir etwas auf Rechnung, auf Raten
oder mit monatlicher Abbuchung verkauft, will es das wissen, denn es geht in Vorleistung.
Das betrifft die Bank beim Kredit, aber auch den Handyvertrag, den Stromanbieter,
den Onlineshop beim Kauf auf Rechnung oder den Vermieter.

![Was Bonität bedeutet: Du schließt einen Vertrag mit Bank, Handyanbieter oder Shop,
das Unternehmen fragt eine Bonitätsdatenbank und bekommt einen Score. Gespeichert
sind vor allem Zahlungsausfälle bei Krediten, Inkassofälle nach unbezahlten Rechnungen,
Insolvenzen sowie laufende Kredite und Leasing. Ob und zu welchen Bedingungen es
den Vertrag gibt, entscheidet das Unternehmen.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/
uploads/2026/10/bonitaet-grafik1_bonitaet.png "Bonität und KSV: was über dich gespeichert
ist und wie du es prüfst 1")

Dafür fragt das Unternehmen bei einer Kreditauskunftei nach, einer Bonitätsdatenbank.
Dort sind Zahlungserfahrungen gespeichert, vor allem Zahlungsausfälle, Inkassofälle
und Insolvenzen. Aus diesen Daten berechnet die Auskunftei oft einen Bonitätswert,
auch Score genannt. Die Bank oder das Unternehmen entscheidet dann selbst, ob und
zu welchen Bedingungen es dir einen Vertrag gibt.

## KSV1870, CRIF und andere Bonitätsdatenbanken

Der KSV1870 ist mit seinen Listen die Nummer eins in Österreich. Er führt im Auftrag
der Banken zwei wichtige Listen: die Konsumentenkreditevidenz, in der jeder Kredit
und jedes [Leasing](https://www.finanzgeier.at/kredit/leasing/) von Privatpersonen
steht, auch wenn alles pünktlich bezahlt wird, und die Warnliste der österreichischen
Kreditinstitute, in der Zahlungsprobleme mit Bankkrediten vermerkt sind. Dazu kommen
Inkassofälle und Insolvenzdaten. Ein Eintrag in der Konsumentenkreditevidenz ist
also nichts Schlechtes, er zeigt nur, dass du einen Kredit hast.

![Wer Bonitätsdaten sammelt: Der KSV1870, Kreditschutzverband von 1870, führt die
Konsumentenkreditevidenz mit jedem Kredit, auch pünktlich bezahlt, die Warnliste
der Banken mit Zahlungsproblemen, Inkassofälle und Insolvenzdaten. CRIF speichert
Zahlungserfahrungen und wird etwa von Onlineshops und Telefonanbietern gefragt. 
Ein Eintrag in der Konsumentenkreditevidenz ist normal.](https://www.finanzgeier.
at/wp-content/uploads/2026/10/bonitaet-grafik2_ksv_crif.png "Bonität und KSV: was
über dich gespeichert ist und wie du es prüfst 2")

Neben dem KSV gibt es weitere Bonitätsdatenbanken, die bekannteste ist CRIF. Sie
sammeln teilweise andere Daten und werden von anderen Unternehmen gefragt, etwa 
von Onlineshops oder Telefonanbietern. Ein Eintrag bei einer Auskunftei heißt deshalb
nicht, dass er auch bei der anderen steht, und umgekehrt. Banken haben außerdem 
ihre eigenen Daten über ihre Kunden.

## Wie ein Eintrag entsteht

Ein negativer Eintrag kommt nicht aus heiterem Himmel. Meist steht am Anfang eine
Rechnung, die trotz Mahnungen nicht bezahlt wurde und an ein Inkassobüro geht, eine
Kreditrate, mit der du länger im Rückstand bist, oder ein [Insolvenzverfahren](https://www.finanzgeier.at/kredit/privatkonkurs/).
Der Gläubiger, also wer das Geld bekommen soll, meldet den Zahlungsanstand, und 
die Auskunftei speichert ihn.

![Wie ein Eintrag entsteht: Rechnung nicht bezahlt, Mahnungen ignoriert, Inkasso,
der Gläubiger meldet, der Eintrag bleibt Jahre. Besser früh mit dem Gläubiger reden
und eine Ratenzahlung vereinbaren, bevor es beim Inkassobüro landet. Gläubigerschutz:
Wer weiß, dass jemand nicht bezahlt hat, kann sich vor Schaden schützen.](https://
www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/bonitaet-grafik3_eintrag.png "Bonität
und KSV: was über dich gespeichert ist und wie du es prüfst 3")

Das schützt die Gläubiger, und auch Gläubiger genießen einen Schutz, nicht nur Konsumenten.
Das ist gut so, denn wer weiß, dass jemand schon einmal nicht bezahlt hat, kann 
sich vor Schaden schützen, und dadurch entsteht weniger Schaden in der Wirtschaft.
Am Ende zahlen nämlich die ehrlichen Kunden die Ausfälle über höhere Preise und 
Zinsen mit. Wer eine Rechnung nicht pünktlich zahlen kann, sollte deshalb nicht 
abwarten, sondern früh mit dem Gläubiger reden und eine Ratenzahlung vereinbaren,
bevor die Sache beim Inkassobüro landet.

## Was eine schlechte Bonität kostet

Das eigene Zahlungsverhalten wirkt lange nach. Mit einem negativen Eintrag bekommst
du bei der Bank im schlechtesten Fall gar keinen Kredit, im besseren Fall einen 
zu schlechteren Bedingungen. Beispielwerte: Ein [Konsumkredit](https://www.finanzgeier.at/kredit/konsumkredit/)
über 15.000 Euro auf fünf Jahre kostet mit 6 Prozent Sollzins 289,99 Euro im Monat
und insgesamt 2.399,52 Euro Zinsen. Mit 9 Prozent sind es 311,38 Euro im Monat und
3.682,52 Euro Zinsen, also 1.283 Euro mehr für denselben Kredit. Mit dem [Kreditrechner](https://www.finanzgeier.at/rechner/kreditrechner/)
kannst du das für deine eigenen Zahlen nachrechnen, und was hinter Soll- und Effektivzins
steckt, steht auf der Seite über die [Kreditzinsen](https://www.finanzgeier.at/kredit/kreditzinsen/).

![Was eine schlechte Bonität kostet, Beispielwerte für einen Kredit über 15.000 
Euro auf 5 Jahre: mit 6 Prozent Sollzins 2.399,52 Euro Zinsen und 289,99 Euro im
Monat, mit 9 Prozent 3.682,52 Euro Zinsen und 311,38 Euro im Monat, also 1.283 Euro
mehr. Dazu Handyvertrag nur mit Kaution oder Wertkarte, kein Kauf auf Rechnung, 
Vermieter wählt andere Bewerber.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/
2026/10/bonitaet-grafik4_kosten.png "Bonität und KSV: was über dich gespeichert 
ist und wie du es prüfst 4")

Auch im Alltag kann eine schlechte Bonität zum Problem werden. Beim Handyvertrag
gibt es dann oft nur ein Wertkartenhandy oder eine Kaution, der Onlineshop bietet
keinen Kauf auf Rechnung an, und bei der Wohnungssuche entscheidet sich der Vermieter
für einen anderen Bewerber. Das eigene Zahlungsverhalten hat also langfristige Auswirkungen
auf viele zukünftige Geschäftsabschlüsse.

## Bezahlt heißt nicht gelöscht

Wer einmal in einer Bonitätsdatenbank steht, will den Eintrag natürlich wieder loswerden.
Oft besteht der Irrglaube, dass der Eintrag gelöscht wird, sobald die Schuld bezahlt
ist. Dem ist nicht so: Es gibt Löschfristen, die eingehalten werden. Beim KSV1870
gilt zum Beispiel: Ein Inkassofall wird drei Jahre nach der vollständigen Bezahlung
gelöscht, ein Eintrag in der Warnliste der Banken ebenfalls drei Jahre nach der 
vollständigen Bezahlung. Wurde eine Schuld nicht ganz bezahlt, etwa bei einem Vergleich,
sind es sieben Jahre. Ein normaler Kredit ohne Zahlungsprobleme verschwindet spätestens
90 Tage nach der letzten Rate, ein Kredit mit Zahlungsproblemen spätestens fünf 
Jahre danach.

![Löschfristen beim KSV1870 nach der Bezahlung: Kredit ohne Probleme spätestens 
90 Tage, Inkasso bezahlt 3 Jahre, Warnliste bezahlt 3 Jahre, Kredit mit Problemen
5 Jahre, nicht ganz bezahlt 7 Jahre. Andere Auskunfteien haben eigene Fristen, CRIF
bis zu 7 Jahre. Quelle KSV1870, Stand September 2025.](https://www.finanzgeier.at/
wp-content/uploads/2026/10/bonitaet-grafik5_loeschfristen.png "Bonität und KSV: 
was über dich gespeichert ist und wie du es prüfst 5")

Andere Auskunfteien haben eigene Fristen, CRIF zum Beispiel speichert negative Zahlungserfahrungen
bis zu sieben Jahre nach der Erledigung. Welche Frist für deinen Eintrag gilt, fragst
du am besten direkt beim Betreiber der Datenbank nach. Mit Zustimmung des Gläubigers
kann ein Eintrag zwar früher gelöscht werden, einen Anspruch darauf gibt es aber
nicht. Die längeren Löschfristen gibt es eben wegen des Gläubigerschutzes: Ein Unternehmen
soll auch dann noch sehen, dass es Probleme gab, wenn sie inzwischen erledigt sind.
Bezahlen lohnt sich trotzdem immer, denn die Löschfrist beginnt erst mit der Bezahlung
zu laufen, und eine offene Schuld bleibt so lange stehen.

## KSV-Auskunft: deine Bonität prüfen

Was über dich gespeichert ist, darfst du jederzeit erfahren. Jede Bonitätsdatenbank
muss dir auf Anfrage kostenlos Auskunft über deine Daten geben, das sieht die Datenschutz-
Grundverordnung vor, kurz DSGVO. Einmal im Jahr solltest du das bei den großen Betreibern
kostenlos nutzen. Für die Auskunft beim KSV und bei CRIF füllst du ein Formular 
auf der Website des Betreibers aus und legst eine Kopie deines Ausweises bei, die
Antwort kommt innerhalb eines Monats.

![KSV-Auskunft und Bonität prüfen, kostenlos nach der Datenschutz-Grundverordnung:
Formular online beim KSV1870 und bei CRIF ausfüllen, Ausweiskopie beilegen, Antwort
innerhalb eines Monats. Die kostenlose Auskunft reicht, kostenpflichtige Bonitätsauskünfte
stehen oft weiter oben auf der Website. Tipp: einmal im Jahr bei den großen Betreibern
nachsehen.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/bonitaet-grafik6_pruefen.
png "Bonität und KSV: was über dich gespeichert ist und wie du es prüfst 6")

Achte dabei auf den Unterschied: Die Betreiber verkaufen auch kostenpflichtige Bonitätsauskünfte
und Zertifikate, etwa für die Wohnungssuche. Die kostenlose Auskunft nach der DSGVO
steht auf den Websites oft etwas weiter unten, die Arbeiterkammer weist ausdrücklich
darauf hin. Um deine Bonität zu prüfen, reicht die kostenlose Auskunft.

## Falsche Einträge und was du tun kannst

Bonitätsdatenbanken irren sich auch, etwa bei einer Namensverwechslung oder einer
Schuld, die längst bezahlt oder nie entstanden ist. Falsche Daten müssen berichtigt
oder gelöscht werden. Du meldest den Fehler schriftlich beim Betreiber und legst
Belege bei, zum Beispiel die Zahlungsbestätigung. Hilft das nicht, kannst du dich
bei der Datenschutzbehörde beschweren, und die Arbeiterkammer oder eine staatlich
anerkannte Schuldenberatung helfen dir dabei.

![Falsche Einträge berichtigen: Fehler schriftlich beim Betreiber mit Belegen melden,
bei fehlender Reaktion an die Datenschutzbehörde wenden, Hilfe bei Arbeiterkammer
oder Schuldenberatung holen. Bonität schützen: Rechnungen pünktlich zahlen, Daueraufträge
für fixe Zahlungen, nur Raten, die sicher leistbar sind.](https://www.finanzgeier.
at/wp-content/uploads/2026/10/bonitaet-grafik7_berichtigen.png "Bonität und KSV:
was über dich gespeichert ist und wie du es prüfst 7")

Den besten Schutz für deine Bonität hast du aber selbst in der Hand: Rechnungen 
pünktlich zahlen, Daueraufträge für fixe Zahlungen einrichten und nur so viele Raten
eingehen, wie du sicher stemmen kannst. Wer schon Schulden hat, findet auf der Seite
[Schulden abbauen](https://www.finanzgeier.at/kredit/schulden-abbauen/) einen Weg,
wie er wieder herauskommt.

**Der Rat zum Schluss:** Hol dir einmal im Jahr die kostenlose Auskunft beim KSV1870
und bei CRIF, lass falsche Einträge sofort berichtigen und behandle jede Rechnung
so, als hinge dein nächster Kredit davon ab, denn das tut er.

**Quellen:** KSV1870: [Einträge löschen](https://www.ksv.at/ksvblog/ksv1870-eintraege-loeschen)
und [Der KSV in einfacher Sprache](https://www.ksv.at/unternehmen/ksv-einfacher-sprache);
CRIF: [Selbstauskunft](https://www.crif.at/fuer-privatpersonen/zur-selbstauskunft/)
und [Datenschutz](https://www.crif.at/datenschutz/); Arbeiterkammer Oberösterreich:
[Eintrag in Bonitätsdatenbank](https://ooe.arbeiterkammer.at/beratung/konsumentenschutz/konsumentenrecht/konsumentenrecht/Eintrag_in_Bonitaetsdatenbank.html).
Stand: Oktober 2026.

[⌊Eine Hand scannt mit dem Handy den QR-Code auf einer Rechnung, daneben eine orange
Münze und ein Haken, oben das Wort Überweisung⌉⌊Eine Hand scannt mit dem Handy den
QR-Code auf einer Rechnung, daneben eine orange Münze und ein Haken, oben das Wort
Überweisung⌉[

**Weiterlesen:** Den besten Schutz für die Bonität bieten Rechnungen, die pünktlich
bezahlt werden, und Daueraufträge für fixe Zahlungen. Damit eine Zahlung rechtzeitig
ankommt, hilft es, die Fristen bei der [Überweisung](https://www.finanzgeier.at/konto/ueberweisung/)
zu kennen. Dort steht, wie Überweisung und Echtzeitüberweisung funktionieren und
welche Fehler typisch sind.

**Hinweis:** Diese Seite gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Beratung.
Löschfristen und Verfahren sind je nach Bonitätsdatenbank verschieden und können
sich ändern; im Zweifel helfen der Betreiber der Datenbank, die Arbeiterkammer oder
eine staatlich anerkannte Schuldenberatung. Das Kreditbeispiel verwendet Beispielwerte.
