# Notgroschen: Wie viel du brauchst und wo du ihn parkst

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- Published: 2026-10-09T14:11:49+02:00
- Author: finanzgeier

Zuletzt aktualisiert: 09.10.2026

Rund jeder Fünfte in Österreich lebt in einem Haushalt, der eine unerwartete Ausgabe
von 1.570 Euro nicht aus eigenen Mitteln bezahlen könnte. Das hat Statistik Austria
für das Jahr 2025 erhoben, und 1.570 Euro sind keine außergewöhnliche Summe: Das
kostet eine größere Reparatur am Auto, eine neue Waschmaschine samt Anschluss oder
eine Zahnbehandlung. Wer dafür keine Rücklage hat, muss das Konto überziehen, einen
Kredit aufnehmen oder Rechnungen liegen lassen, und alles davon kostet zusätzlich
Geld. Genau dafür gibt es den Notgroschen. Diese Seite erklärt, wofür er da ist,
wie viel du brauchst, wo er hingehört und wie du ihn aufbaust.

## Inhalt

 * [Wofür ein Notgroschen da ist](https://www.finanzgeier.at/konto/notgroschen/#wofür-ein-notgroschen-da-ist)
 * [Was ein Notfall ist und was nicht](https://www.finanzgeier.at/konto/notgroschen/#was-ein-notfall-ist-und-was-nicht)
 * [Was es kostet, keinen Notgroschen zu haben](https://www.finanzgeier.at/konto/notgroschen/#was-es-kostet-keinen-notgroschen-zu-haben)
 * [Wie viel Notgroschen du brauchst](https://www.finanzgeier.at/konto/notgroschen/#wie-viel-notgroschen-du-brauchst)
 * [Wo der Notgroschen hingehört](https://www.finanzgeier.at/konto/notgroschen/#wo-der-notgroschen-hingehört)
 * [So baust du den Notgroschen auf](https://www.finanzgeier.at/konto/notgroschen/#so-baust-du-den-notgroschen-auf)

## Wofür ein Notgroschen da ist

Der Notgroschen ist Geld, das du zur Seite legst, damit ein schlechter Monat nicht
gleich zum Problem wird. Er ist kein Sparziel für den Urlaub und keine Geldanlage,
sondern ein Polster für zwei Fälle, die jeden treffen können.

Im ersten Fall wird das Einkommen weniger. Das muss nicht gleich eine Kündigung 
sein. Es reicht, wenn die Überstunden wegfallen, mit denen du fix gerechnet hast,
wenn Provisionen gekürzt werden, wenn das Trinkgeld ausbleibt oder wenn du länger
krank bist. Die Fixkosten laufen in dieser Zeit aber unverändert weiter: Miete, 
Strom, Handy, Kreditraten und Auto wollen pünktlich bezahlt werden, egal wie viel
am Monatsende hereingekommen ist. Genau das übersehen viele, denn solange das Einkommen
passt, fallen die Fixkosten kaum auf. Wie hoch deine Fixkosten tatsächlich sind,
zeigt dir der [Haushaltsbudget-Rechner](https://www.finanzgeier.at/rechner/haushaltsbudget-rechner/).

Im zweiten Fall bleibt das Einkommen gleich, aber die Ausgaben werden plötzlich 
höher. Das Auto braucht eine neue Kupplung, im Haus ist die Heizung kaputt, eine
Krankheit bringt Arztrechnungen mit sich, oder es kommt eine Nachzahlung für Strom
und Gas. Das laufende Einkommen reicht dann nicht mehr, um alles zu bezahlen. Auf
den Punkt gebracht: Entweder kommt weniger herein und die Fixkosten laufen weiter,
oder es geht mehr hinaus, als hereinkommt. In beiden Fällen springt der Notgroschen
ein.

![Zwei Fälle für den Notgroschen: Links sinkt das Einkommen durch Jobverlust, fehlende
Überstunden, weniger Provision oder Krankheit, während die Fixkosten weiterlaufen;
rechts bleibt das Einkommen gleich, aber Autoreparatur, Heizung, Arztrechnung oder
Nachzahlung erhöhen die Ausgaben. Die Lücke deckt der Notgroschen.](https://www.
finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/notgroschen-grafik1_zwei_faelle_v2.png"
Notgroschen: Wie viel du brauchst und wo du ihn parkst 1")

## Was ein Notfall ist und was nicht

Ein Notfall kommt plötzlich und meistens ohne Vorankündigung, ähnlich wie ein gebrochenes
Bein. Das plant niemand, es passiert einfach. Und ein Notfall verlangt, dass du 
sofort handelst: Ohne Auto kommst du nicht in die Arbeit, ohne Heizung ist die Wohnung
im Winter nicht bewohnbar, und eine offene Rechnung wird mit jeder Mahnung teurer.
Für genau diese Momente musst du gerüstet sein.

Kein Notfall ist alles, was sich vorhersehen lässt. Weihnachtsgeschenke, der Sommerurlaub,
die Autobahnvignette, das Service fürs Auto oder ein neues Handy, weil das alte 
langsam wird, kommen nicht überraschend. Dafür sparst du am besten getrennt, mit
einem eigenen Betrag pro Monat. Wer solche Ausgaben aus dem Notgroschen bezahlt,
hat ihn genau dann nicht, wenn er wirklich gebraucht wird. Die Frage, die bei jeder
Entnahme hilft, lautet: Ist das überraschend gekommen, und muss es sofort bezahlt
werden? Nur wenn beides zutrifft, ist es ein Fall für den Notgroschen.

![Gegenüberstellung: Notfall sind Jobverlust, Autoreparatur, kaputte Heizung, Arztrechnung
und Nachzahlung für Strom oder Gas; kein Notfall sind Urlaub, Weihnachtsgeschenke,
Autobahnvignette, Service fürs Auto und ein neues Handy. Prüffrage: Kam es überraschend
und muss es sofort bezahlt werden?](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/
2026/10/notgroschen-grafik2_notfall.png "Notgroschen: Wie viel du brauchst und wo
du ihn parkst 2")

## Was es kostet, keinen Notgroschen zu haben

Fehlt die Rücklage, landet die Ausgabe meistens am Konto. Der Überziehungsrahmen
ist aber ein Kredit, und zwar ein teurer: Bei einer Erhebung der Arbeiterkammer 
im Februar 2023 lagen die Überziehungszinsen bei gut gereihten Girokonten zwischen
6,8 und 13,25 % im Jahr. Wer über den vereinbarten Rahmen hinaus ins Minus rutscht,
zahlt zusätzlich Verzugszinsen. Ein Rechenbeispiel mit Beispielwerten: Eine Autoreparatur
um 1.500 Euro, die ein Jahr lang mit 12 % am Konto stehen bleibt, kostet rund 180
Euro Zinsen. Und weil das nächste Gehalt erst den Rahmen ausgleicht, fehlt das Geld
im nächsten Monat schon wieder. Ähnlich teuer sind Ratenkäufe und das Angebot „jetzt
kaufen, später zahlen“.

Beim Jobverlust kommt dazu, dass das Geld vom Staat weniger ist und später kommt.
Das Arbeitslosengeld beträgt im Grundbetrag 55 % des bisherigen Nettoeinkommens 
und wird monatlich im Nachhinein ausgezahlt, etwa um den 8. des Folgemonats. Wer
selbst kündigt, bekommt in den ersten vier Wochen in der Regel gar kein Arbeitslosengeld.
Wieder mit Beispielwerten gerechnet: Bei 2.200 Euro netto im Monat sind 55 % rund
1.210 Euro. Liegen die Ausgaben, die auch in einem schlechten Monat anfallen, bei
1.600 Euro, fehlen jeden Monat rund 390 Euro. Nach einer Selbstkündigung fehlen 
im ersten Monat sogar die ganzen 1.600 Euro. Wie viel das Arbeitslosengeld im Einzelfall
tatsächlich ausmacht, hängt von den Beitragsgrundlagen ab und kann beim AMS berechnet
werden.

![Ablauf und Säulen mit Beispielwerten: nach dem letzten Arbeitstag kein Gehalt,
nach einer Selbstkündigung vier Wochen kein Arbeitslosengeld, Auszahlung im Nachhinein
um den 8. des Folgemonats; 2.200 Euro Gehalt vorher, 1.600 Euro Ausgaben, 1.210 
Euro Arbeitslosengeld, Lücke 390 Euro im Monat](https://www.finanzgeier.at/wp-content/
uploads/2026/10/notgroschen-grafik3_jobverlust.png "Notgroschen: Wie viel du brauchst
und wo du ihn parkst 3")

## Wie viel Notgroschen du brauchst

Die Höhe ist für jeden anders, denn auch die Lebenssituationen sind verschieden.
Als Faustregel gelten drei bis sechs Monatsgehälter. Gemeint ist das, was jeden 
Monat netto auf deinem Konto ankommt. Mit 2.200 Euro netto im Monat aus dem Beispiel
liegt der Notgroschen also zwischen 6.600 und 13.200 Euro. Das klingt nach viel 
Geld, aber der Betrag muss nicht auf einmal da sein. Wie er Schritt für Schritt 
entsteht, zeigt das letzte Kapitel.

Ob du eher drei oder eher sechs Monate brauchst, sagt dir eine einfache Frage: Was
kann in deinem Leben alles passieren, auch wenn es derzeit unwahrscheinlich ist?
Genau das ist ja das Wesen eines Notfalls. Wer ein altes Auto fährt, muss eher mit
einer teuren Reparatur rechnen als jemand mit einem neuen. In einem alten Haus ist
das Risiko höher, dass das Dach, die Heizung oder die Leitungen etwas brauchen. 
Wer einen Job gerade erst angetreten hat und dort stark auf Trinkgeld oder Provisionen
angewiesen ist, verliert ihn leichter, und schon eine längere Krankheit lässt das
Einkommen sinken, weil das Trinkgeld dann ganz wegfällt. Je mehr solche Punkte auf
dich zutreffen, desto näher solltest du an sechs Monatsgehältern sein. Wer dagegen
in einer Wohnung zur Miete wohnt, ein verlässliches Gehalt bekommt und kein Auto
braucht, kommt mit weniger aus.

![Skala von drei bis sechs Nettomonatsgehältern, bei 2.200 Euro netto 6.600 bis 
13.200 Euro; eher drei Monate bei Mietwohnung, verlässlichem Gehalt und ohne Auto,
eher sechs Monate bei altem Auto, altem Haus, neuem Job oder Einkommen mit Trinkgeld
oder Provision](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/notgroschen-
grafik4_wie_viel.png "Notgroschen: Wie viel du brauchst und wo du ihn parkst 4")

## Wo der Notgroschen hingehört

Der Notgroschen muss zwei Dinge erfüllen: Er muss sicher sein, und du musst schnell
an ihn herankommen. Am besten liegt er deshalb auf einem eigenen Tagesgeldkonto.
Ein Tagesgeldkonto ist ein Sparkonto, von dem du jederzeit Geld abheben kannst, 
ohne Kündigungsfrist und meist ohne Kosten, und es bringt dabei etwas Zinsen. Bis
100.000 Euro ist das Guthaben außerdem durch die Einlagensicherung geschützt, mehr
dazu auf der Seite [Einlagensicherung: Wie sicher ist dein Geld auf der Bank?](https://www.finanzgeier.at/konto/einlagensicherung/).
Wichtig ist das Wort „eigenes“: Liegt der Notgroschen am Girokonto, verschwimmt 
er mit dem Geld für den Alltag und ist irgendwann ausgegeben, ohne dass ein Notfall
gekommen wäre.

Man darf aber auch das Bargeld nicht vergessen. Es ist immer gut, zumindest einen
Teil des Notgroschens bar zu Hause zu haben. Ein Tagesgeldkonto überweist in der
Regel nur auf ein hinterlegtes Konto, und bis das Geld dort ist, kann ein Bankarbeitstag
vergehen, am Wochenende auch länger. Bei einer Störung im Zahlungsverkehr oder einem
längeren Stromausfall funktionieren außerdem weder Karte noch Bankomat. Für solche
Tage ist Bargeld in kleinen Scheinen das Einzige, das sicher funktioniert.

Nicht geeignet sind dagegen Festgeld, Aktien und Fonds. Festgeld ist für eine vereinbarte
Zeit gebunden, und wer es vorher braucht, kommt gar nicht oder nur mit Verlust an
die Zinsen heran. Aktien und Fonds schwanken im Wert, und ein Notfall richtet sich
nicht danach, ob die Börse gerade gut steht. Es wäre Pech, aber gar nicht unwahrscheinlich,
dass du ausgerechnet nach einem Kurssturz verkaufen musst.

![Tabelle: Tagesgeldkonto verfügbar am nächsten Bankarbeitstag, Wert schwankt nicht,
geeignet; Bargeld zu Hause sofort verfügbar, für einen Teil geeignet; Girokonto 
eher nicht; Festgeld erst am Ende der Laufzeit, nicht geeignet; Aktien und Fonds
schwanken, nicht geeignet](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/
notgroschen-grafik5_wohin.png "Notgroschen: Wie viel du brauchst und wo du ihn parkst
5")

## So baust du den Notgroschen auf

Der Notgroschen kommt immer zuerst. Gemeint ist die Reihenfolge, in der du dein 
Geld verteilst: Zuerst werden alle Rechnungen bezahlt. Danach geht Geld in den Notgroschen,
und erst wenn er voll ist, wird gespart, investiert oder werden Schulden schneller
zurückgezahlt. Wer anlegt, bevor ein Polster da ist, muss im Notfall genau diese
Anlage verkaufen oder doch wieder das Konto überziehen.

Damit das ohne ständiges Nachdenken klappt, gibt es zwei Möglichkeiten. Ein Dauerauftrag
überweist an jedem Gehaltstag einen festen Betrag auf das Tagesgeldkonto, bevor 
du das Geld anderswo ausgeben kannst. Ein Abschöpfungsauftrag geht den umgekehrten
Weg: Du legst fest, wie viel am Girokonto bleiben soll, und die Bank überweist einmal
im Monat alles, was darüber liegt, auf das Tagesgeldkonto. Der Dauerauftrag passt
für alle, die ein festes Gehalt haben, der Abschöpfungsauftrag für alle, bei denen
am Monatsende unterschiedlich viel übrig bleibt. Beides richtest du einmal im Online-
Banking ein.

Ein Rechenbeispiel mit Beispielwerten: Das Ziel sind drei Monatsgehälter, also 6.600
Euro. Mit 150 Euro im Monat dauert es 44 Monate, bis der Notgroschen voll ist. Kommen
vom Urlaubs- und vom Weihnachtsgeld jeweils 1.000 Euro dazu, sind es 3.800 Euro 
im Jahr, und das Ziel ist nach rund 21 Monaten erreicht. Wer mit einem Zwischenziel
von 1.000 Euro anfängt, ist schon nach wenigen Monaten gegen die meisten Reparaturen
gerüstet. Und musst du den Notgroschen einmal angreifen, ist das kein Versagen, 
sondern genau sein Zweck. Danach wird er einfach wieder aufgefüllt, bevor das Geld
in andere Ziele geht.

**Der Rat zum Schluss:** Richte noch diesen Monat ein eigenes Tagesgeldkonto und
einen Dauerauftrag oder einen Abschöpfungsauftrag ein. Selbst kleine Beträge wie
50 Euro sind wertvoll, wenn sie automatisch fließen, denn der Auftrag erledigt jeden
Monat, was man selbst leicht aufschiebt oder vergisst. Gerade wer sich mit dem Sparen
schwertut, hat mit der Automatisierung die Lösung schon in der Hand. Leg außerdem
einen Teil bar zu Hause bereit und frag dich ehrlich, was in deinem Leben passieren
kann. Ein Notfall lässt sich nicht planen, die Rücklage dafür schon.

![Reihenfolge: zuerst Rechnungen bezahlen, dann Notgroschen auffüllen, dann sparen,
anlegen oder Schulden tilgen; Beispiel Ziel 6.600 Euro: mit 150 Euro im Monat 44
Monate, mit zusätzlich je 1.000 Euro Urlaubs- und Weihnachtsgeld rund 21 Monate,
1.000 Euro nach rund 7 Monaten](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/
10/notgroschen-grafik6_aufbau_v2.png "Notgroschen: Wie viel du brauchst und wo du
ihn parkst 6")

**Quellen:** [Statistik Austria: Tabellenband EU-SILC 2025](https://www.statistik.at/fileadmin/pages/338/Tabellenband_EUSILC_2025.pdf),
[oesterreich.gv.at: Arbeitslosengeld – Höhe und Auszahlung](https://www.oesterreich.gv.at/de/themen/steuern_und_finanzen/unterstuetzungen_beihilfen_und_foerderungen/unterstuetzungen_bzw_beihilfen_fuer_arbeitsuchende_sowie_arbeitgeber/1/1/Seite.3610013),
[oesterreich.gv.at: Arbeitslosengeld – Sperrfrist](https://www.oesterreich.gv.at/de/themen/steuern_und_finanzen/unterstuetzungen_beihilfen_und_foerderungen/unterstuetzungen_bzw_beihilfen_fuer_arbeitsuchende_sowie_arbeitgeber/1/1/Seite.3610016),
[Arbeiterkammer Wien: FAQ Girokonten (Februar 2023)](https://wien.arbeiterkammer.at/beratung/konsumentenschutz/geld/konto/FAQ_Girokonten_2023.pdf),
[Raiffeisen Bankenlexikon: Abschöpfungsauftrag](https://www.raiffeisen.at/club/de/wusstest-du-schon/bankenlexikon/abschoepfungsauftrag.html).
Stand: Oktober 2026.

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keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung. Sie ist keine Empfehlung und keine Aufforderung,
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