# Sparplan: Wie regelmäßiges Investieren funktioniert und was der Cost-Average-Effekt bringt

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- Published: 2026-10-10T08:14:03+02:00
- Author: finanzgeier

Zuletzt aktualisiert: 10.10.2026

Ein Wertpapier kostet im Jänner 25 Euro, fällt bis in den Frühling auf 16 Euro und
steht im Juni wieder bei 25 Euro. Wer jeden Monat 100 Euro investiert hat, hat 600
Euro eingezahlt und besitzt am Ende Anteile im Wert von 762,50 Euro, obwohl der 
Kurs genau dort steht, wo er begonnen hat. Diese Seite erklärt, wie das zustande
kommt, was ein Sparplan kann und was nicht, und warum beim regelmäßigen Investieren
der größte Feind nicht die Börse ist, sondern man selbst.

## Inhalt

 * [Was regelmäßig investieren heißt](https://www.finanzgeier.at/boerse/sparplan/#was-regelmäßig-investieren-heißt)
 * [Der Durchschnittskosteneffekt an einem Rechenbeispiel](https://www.finanzgeier.at/boerse/sparplan/#der-durchschnittskosteneffekt-an-einem-rechenbeispiel)
 * [Was der Effekt kann und was nicht](https://www.finanzgeier.at/boerse/sparplan/#was-der-effekt-kann-und-was-nicht)
 * [Zeit und Zinseszins](https://www.finanzgeier.at/boerse/sparplan/#zeit-und-zinseszins)
 * [Der größte Feind bist du selbst](https://www.finanzgeier.at/boerse/sparplan/#der-größte-feind-bist-du-selbst)
 * [Einen Sparplan einrichten](https://www.finanzgeier.at/boerse/sparplan/#einen-sparplan-einrichten)

## Was regelmäßig investieren heißt

Regelmäßig investieren heißt, jeden Monat einen festen Betrag in ein Wertpapier 
zu stecken, meistens in einen ETF, also einen börsengehandelten Indexfonds. Das 
läuft über einen Sparplan: Du legst bei deiner Bank oder deinem Broker einmal fest,
wie viel Geld an welchem Tag in welches Wertpapier fließt, und ab dann wird jeden
Monat automatisch gekauft. Du musst dich um nichts mehr kümmern und kannst auch 
nicht darauf vergessen. Banken nennen das oft „Fondssparen“, mit einem Sparbuch 
hat es aber nichts zu tun: Das Geld steckt in Wertpapieren, sein Wert schwankt, 
und es fällt nicht unter die [Einlagensicherung](https://www.finanzgeier.at/konto/einlagensicherung/).

Der größte Vorteil liegt darin, dass die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt komplett
wegfällt. Viele warten auf den perfekten Moment zum Einstieg und sind am Ende mehr
mit Warten beschäftigt als investiert. Unter Anlegern heißt es deshalb: „Time in
the market beats timing the market.“ Gemeint ist, dass die Zeit, die dein Geld an
der Börse verbringt, mehr bringt als der Versuch, den besten Tag zum Kaufen zu erwischen.
Den kennt nämlich niemand im Voraus.

Am besten funktioniert ein Sparplan, wenn er an den Gehaltseingang gekoppelt ist.
Dahinter steckt der Grundsatz „Bezahl dich zuerst selbst“: Ein paar Tage nach dem
Gehalt geht zuerst die Rate für den Sparplan weg, und erst vom Rest wird gelebt.
Wer es umgekehrt macht und investiert, was am Monatsende übrig bleibt, merkt schnell,
dass meistens nichts übrig bleibt. Mit einem [Haushaltsbudget](https://www.finanzgeier.at/konto/haushaltsbudget/)
findest du heraus, welche Rate du dir dauerhaft leisten kannst. Voraussetzung ist
allerdings ein [Notgroschen](https://www.finanzgeier.at/konto/notgroschen/), denn
sonst musst du im Ernstfall genau dann verkaufen, wenn die Kurse unten sind.

![So läuft ein Sparplan ab: 1 Das Gehalt kommt am Monatsanfang auf dein Konto. 2
Die Rate geht ein paar Tage später automatisch ab. 3 Der Sparplan kauft ETF-Anteile
um den festen Betrag. 4 Vom Rest wird gelebt. Jeden Monat wieder, nach dem Grundsatz:
Bezahl dich zuerst selbst.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/
sparplan-grafik1_ablauf.png "Sparplan: Wie regelmäßiges Investieren funktioniert
und was der Cost-Average-Effekt bringt 1")

## Der Durchschnittskosteneffekt an einem Rechenbeispiel

Investierst du jeden Monat denselben Betrag, bekommst du dafür je nach Kurs unterschiedlich
viele Anteile. Ist der Kurs hoch, kaufst du wenige, ist er niedrig, kaufst du viele.
Dadurch zahlst du im Durchschnitt pro Anteil weniger, als der Kurs im Durchschnitt
gekostet hat. Das nennt man Durchschnittskosteneffekt oder auf Englisch Cost-Average-
Effekt.

Das Beispiel vom Anfang mit gerundeten Beispielwerten: Der Sparplan investiert sechs
Monate lang jeweils 100 Euro. Im Jänner kostet ein Anteil 25 Euro, dafür gibt es
4 Anteile. Im Februar sind es 20 Euro und 5 Anteile, im März und April jeweils 16
Euro und 6,25 Anteile, im Mai wieder 20 Euro und 5 Anteile, im Juni 25 Euro und 
4 Anteile. Zusammen sind das 30,5 Anteile für 600 Euro, also durchschnittlich 19,67
Euro pro Anteil. Der durchschnittliche Kurs der sechs Monate lag dagegen bei 20,33
Euro. Im Juni sind die 30,5 Anteile zu je 25 Euro 762,50 Euro wert, das sind 162,50
Euro mehr als eingezahlt. Wer im Jänner die ganzen 600 Euro auf einmal investiert
hätte, hätte 24 Anteile und stünde im Juni genau bei 600 Euro.

Der Effekt ist also kein Trick, sondern einfache Rechnerei: Mit dem festen Betrag
kaufst du automatisch dann mehr, wenn es billig ist.

![Kursverlauf über sechs Monate mit den Kaufzeitpunkten: Jänner 25 Euro, Februar
20 Euro, März und April 16 Euro, Mai 20 Euro, Juni 25 Euro. Für je 100 Euro gibt
es 4, 5, 6,25, 6,25, 5 und 4 Anteile. Zusammen 30,5 Anteile für 600 Euro, im Juni
762,50 Euro wert. Beispielwerte.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/
2026/10/sparplan-grafik2_kaufzeitpunkte.png "Sparplan: Wie regelmäßiges Investieren
funktioniert und was der Cost-Average-Effekt bringt 2")

## Was der Effekt kann und was nicht

Der Durchschnittskosteneffekt schützt nicht vor Verlusten. Fällt ein Wertpapier 
dauerhaft und erholt sich nie wieder, verliert auch ein Sparplan Geld, er verliert
nur langsamer. Im Vergleich zu einer Einmalanlage federt er Rückschläge aber ab,
denn ein Teil des Geldes wird erst investiert, wenn die Kurse schon gefallen sind.

Steigen die Kurse dagegen stetig, kauft jede Rate etwas teurer ein, und wer die 
ganze Summe gleich am Anfang investiert hätte, läge vorne. Auswertungen wie jene
des Vermögensverwalters Vanguard bestätigen das für einen großen Teil der vergangenen
Jahrzehnte. Der Vergleich hinkt aber, denn er setzt voraus, dass das ganze Geld 
schon am ersten Tag da ist und dass jemand den richtigen Tag zum Einstieg erwischt.

Wer große Beträge auf einmal investiert und selbst entscheidet, wann gekauft und
wann verkauft wird, betreibt Market Timing, also den Versuch, den richtigen Zeitpunkt
zu treffen. Dafür muss man Zinsen, Konjunktur, Unternehmenszahlen, Nachrichten und
die Stimmung an der Börse im Blick haben, und selbst Profis gelingt das selten dauerhaft.
Das kostet viel Zeit und Nerven, und jede falsche Entscheidung kostet Geld. Dazu
eine klare Meinung: Für Anleger, die langfristig ein Vermögen aufbauen wollen, ist
dieser Weg nicht zu empfehlen.

Der Sparplan ist das Gegenteil davon. Er braucht keine Prognose und keinen richtigen
Zeitpunkt, sondern investiert aus dem laufenden Einkommen jeden Monat denselben 
Betrag und baut so über viele Jahre Schritt für Schritt ein Vermögen auf. Das Einzige,
was er dafür braucht, ist Zeit.

![Market Timing oder Sparplan: Beim Market Timing musst du Zinsen, Konjunktur, Unternehmenszahlen,
Nachrichten, die Stimmung an der Börse sowie den richtigen Kauf- und Verkaufszeitpunkt
im Blick haben, das kostet viel Zeit und Nerven, und Fehler kosten Geld. Beim Sparplan:
Betrag festlegen, Termin festlegen, laufen lassen. Einmal einrichten, dann braucht
es nur Zeit.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/sparplan-grafik3_timing_oder_sparplan.
png "Sparplan: Wie regelmäßiges Investieren funktioniert und was der Cost-Average-
Effekt bringt 3")

## Zeit und Zinseszins

Ein Sparplan entfaltet seine Wirkung erst über viele Jahre. Die Erträge, die das
Geld abwirft, werden wieder angelegt und bringen selbst wieder Erträge. Dieser [Zinseszinseffekt](https://www.finanzgeier.at/rechner/zinseszinsrechner/)
wird mit jedem Jahr stärker, und mit einer monatlichen Rate kommt laufend neues 
Geld dazu, das mitwächst.

Ein Rechenbeispiel mit 100 Euro im Monat und einer angenommenen Rendite von 6 % 
pro Jahr, vor Kosten und Steuern: Nach 10 Jahren hast du 12.000 Euro eingezahlt,
und der Sparplan ist rund 16.400 Euro wert. Nach 20 Jahren stehen 24.000 Euro Einzahlungen
rund 46.200 Euro gegenüber, nach 30 Jahren 36.000 Euro rund 100.500 Euro. In den
letzten zehn Jahren wächst das Vermögen also stärker als in den ersten zwanzig zusammen.
Die 6 % sind ein Beispielwert, an der Börse schwankt der Ertrag von Jahr zu Jahr
stark, und eine bestimmte Rendite ist nie garantiert.

Deshalb gilt für jeden Sparplan an der Börse: Zehn Jahre sind die absolute Mindestdauer,
und mit jedem Jahr, das das Geld länger liegt, steigt die Sicherheit. Geld, das 
du in absehbarer Zeit brauchst, gehört nicht in einen Sparplan auf Aktien, sondern
auf ein [Sparkonto](https://www.finanzgeier.at/konto/sparkonten/).

![100 Euro im Monat bei 6 Prozent pro Jahr, Beispielwerte vor Kosten und Steuern:
nach 10 Jahren 12.000 Euro eingezahlt und rund 16.400 Euro wert, nach 20 Jahren 
24.000 Euro eingezahlt und rund 46.200 Euro wert, nach 30 Jahren 36.000 Euro eingezahlt
und rund 100.500 Euro wert.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/
10/sparplan-grafik4_zinseszins.png "Sparplan: Wie regelmäßiges Investieren funktioniert
und was der Cost-Average-Effekt bringt 4")

## Der größte Feind bist du selbst

Die meisten Sparpläne scheitern nicht an der Börse, sondern am Menschen, der sie
eingerichtet hat. Solange die Kurse steigen, läuft alles von selbst. Kommt aber 
ein Börsencrash und das Depot liegt plötzlich 30 % im Minus, ist die Versuchung 
groß, den Sparplan zu stoppen oder alles zu verkaufen. Genau das ist der teuerste
Fehler, denn damit werden Verluste, die auf dem Papier stehen, zu echten Verlusten,
und die Erholung danach findet ohne dich statt.

Dazu eine klare Meinung: Ein Börsencrash ist für jemanden, der regelmäßig investiert,
eine Chance. Das ist wie eine Rabattschlacht im Supermarkt, nur dass die Ware Anteile
an Unternehmen sind. Fällt der Kurs um 30 %, bekommst du für dieselben 100 Euro 
um rund 43 % mehr Anteile als vorher. Gerade in diesen Monaten entsteht der Vorteil
eines automatischen Sparplans, denn er kauft weiter, während andere aus Angst verkaufen.
Es braucht dafür nur die Disziplin, in solchen Zeiten nicht einzugreifen.

Eigentlich ist regelmäßiges Investieren ganz leicht: einrichten und laufen lassen,
über viele Jahre. Wer sich dabei unsicher fühlt, sieht am besten möglichst selten
ins Depot.

![Rabatt an der Börse: Bei einem Kurs von 20 Euro gibt es für 100 Euro 5 Anteile.
Nach einem Kursrückgang von 30 Prozent kostet ein Anteil 14 Euro, und es gibt rund
7,1 Anteile, also rund 43 Prozent mehr für dasselbe Geld. Beispielwerte.](https://
www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/sparplan-grafik5_rabatt.png "Sparplan:
Wie regelmäßiges Investieren funktioniert und was der Cost-Average-Effekt bringt
5")

## Einen Sparplan einrichten

Für einen Sparplan brauchst du ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Broker.
Dann wählst du das Wertpapier aus, am einfachsten einen ETF auf einen breiten Index
wie den MSCI World, weil er das Geld auf viele Unternehmen und Länder verteilt, 
und diese [Streuung](https://www.finanzgeier.at/boerse/rendite-und-risiko/) senkt
das Risiko deutlich. Danach legst du die Rate fest und den Tag, an dem sie abgebucht
wird, idealerweise ein paar Tage nach dem Gehaltseingang. Die Rate lässt sich später
jederzeit erhöhen, senken oder aussetzen, ohne dass der Sparplan aufgelöst werden
muss.

Ein wichtiger Punkt sind die Kosten. Bei einem Sparplan fällt bei jeder Ausführung
eine Gebühr an, und die ist in Österreich sehr unterschiedlich: Manche Anbieter 
führen Sparpläne auf ausgewählte ETFs gratis aus, andere verlangen einen festen 
Betrag oder einen Prozentsatz, bis zu rund 2 % der Rate. Gerade bei kleinen Beträgen
macht das viel aus. Eine Gebühr von 1,50 Euro ist bei einer Rate von 250 Euro nur
0,6 %, bei 25 Euro sind es aber 6 %, und dieser Betrag ist verloren, bevor das Geld
überhaupt arbeitet. Wer mit kleinen Raten startet, sollte deshalb einen Anbieter
wählen, der Sparpläne gratis ausführt.

Oft teurer sind die Fondssparpläne, die Banken für Investmentfonds anbieten. Bei
einer Erhebung der Arbeiterkammer im Herbst 2021 verlangten die 13 befragten Banken
auf jede Rate einen Ausgabeaufschlag zwischen 0,5 % und 5 %, dazu kamen Depotgebühren
von bis zu 0,34 % pro Jahr, teilweise mit Mindestbeträgen wie 20 Euro im Jahr. Gerade
so ein Mindestbetrag kann einen Sparplan mit kleinen Raten unwirtschaftlich machen.
Den Ausgabeaufschlag kann man verhandeln, und vor dem Abschluss muss dir die Bank
alle Kosten in einem Kostenausweis aufschlüsseln. Zu allen Gebühren kommen noch 
die laufenden Kosten des Fonds oder ETF. Was genau anfällt, steht im Preisblatt 
deiner Bank.

**Der Rat zum Schluss:** Fang mit einem Betrag an, den du auch in schlechten Monaten
aufbringen kannst, lass ihn automatisch nach dem Gehaltseingang abbuchen und greif
nicht ein, auch nicht, wenn die Börse fällt. Wenn das Einkommen steigt, steigt die
Rate mit.

![Eine Gebühr von 1,50 Euro pro Ausführung in Prozent der Rate: bei 25 Euro 6 Prozent,
bei 50 Euro 3 Prozent, bei 100 Euro 1,5 Prozent, bei 250 Euro 0,6 Prozent.](https://
www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/sparplan-grafik6_kosten.png "Sparplan:
Wie regelmäßiges Investieren funktioniert und was der Cost-Average-Effekt bringt
6")

**Quellen:** [Vanguard, Cost averaging (Studie Februar 2023, Daten 1976–2022)](https://www.vanguard.co.uk/professional/vanguard-365/financial-planning/financial-well-being/cost-averaging),
[broker-test.at, ETF-Sparplan-Vergleich Österreich](https://www.broker-test.at/sparplan/etf/),
[Arbeiterkammer, Investmentfondspläne im Vergleich (Oktober 2021)](https://www.arbeiterkammer.at/service/presse/AK_Studie_Investmentfondspla-ne_2021.pdf).
Stand: Oktober 2026.

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**Hinweis:** Diese Seite gibt allgemeine Informationen und die Meinung des Autors
wieder. Sie ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung, Wertpapiere zu kaufen
oder zu verkaufen. Jede Geldanlage ist mit Risiken verbunden, bis hin zum Verlust
des eingesetzten Kapitals.
