# Die Anleihe: Wie du Staaten und Unternehmen Geld borgst und dafür Zinsen bekommst

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- Published: 2026-10-10T10:47:54+02:00
- Author: finanzgeier

Zuletzt aktualisiert: 10.10.2026

Wer der Republik Österreich für zehn Jahre Geld borgt, bekommt dafür 3,50 % Zinsen
im Jahr, für einen Monat sind es 2,45 %. So stand es im Oktober 2026 beim Bundesschatz,
und schon diese zwei Zahlen zeigen, worum es bei Anleihen geht: Jemand braucht Geld,
du borgst es ihm, und für die Zeit, in der du darauf verzichtest, bekommst du Zinsen.
Anleihen gibt es auf der ganzen Welt, von Staaten, Banken und Unternehmen, und sie
sind nicht alle gleich sicher. Diese Seite erklärt, was eine Anleihe ist, wer sie
ausgibt, warum die Zinsen so verschieden sind, was mit dem Kurs passiert und wie
sich Anleihen von Sparbuch und Aktie unterscheiden. Am Ende kannst du einschätzen,
ob sie zu dir passen.

## Inhalt

 * [Was eine Anleihe ist](https://www.finanzgeier.at/boerse/anleihe/#was-eine-anleihe-ist)
 * [Wer Anleihen ausgibt](https://www.finanzgeier.at/boerse/anleihe/#wer-anleihen-ausgibt)
 * [Bonität: Wie sicher du dein Geld zurückbekommst](https://www.finanzgeier.at/boerse/anleihe/#bonität-wie-sicher-du-dein-geld-zurückbekommst)
 * [Laufzeit: Je länger, desto mehr Zinsen](https://www.finanzgeier.at/boerse/anleihe/#laufzeit-je-länger-desto-mehr-zinsen)
 * [Kurs: Was deine Anleihe vor dem Ende wert ist](https://www.finanzgeier.at/boerse/anleihe/#kurs-was-deine-anleihe-vor-dem-ende-wert-ist)
 * [Risiken, die du kennen solltest](https://www.finanzgeier.at/boerse/anleihe/#risiken-die-du-kennen-solltest)
 * [Anleihe, Sparbuch oder Aktie](https://www.finanzgeier.at/boerse/anleihe/#anleihe-sparbuch-oder-aktie)

## Was eine Anleihe ist

Eine Anleihe ist ein [Kredit](https://www.finanzgeier.at/kredit/kredit/), nur in
die umgekehrte Richtung als gewohnt. Nicht du borgst dir Geld von der Bank, sondern
du borgst jemandem Geld. Wer die Anleihe ausgibt, heißt Emittent. Er verspricht,
das Geld an einem festen Tag zurückzuzahlen und bis dahin regelmäßig Zinsen zu zahlen.
Damit viele Anleger mitmachen können, ist der große Kredit in kleine, gleich große
Stücke geteilt. Wie groß ein Stück ist, legt der Emittent fest, zum Beispiel 1.000
Euro. Jedes Stück ist ein Wertpapier, das du kaufen, im Depot halten und wieder 
verkaufen kannst.

Drei Begriffe kommen bei jeder Anleihe vor. Der Nennwert ist der Betrag, den der
Emittent am Ende zurückzahlt, zum Beispiel 1.000 Euro je Stück. Der Kupon ist der
Zinssatz auf den Nennwert, gezahlt meist einmal im Jahr. Den Namen hat er aus der
Zeit, als eine Anleihe noch ein Stück Papier mit Zinsscheinen zum Abschneiden war.
Die Laufzeit ist die Zeit bis zur Rückzahlung. Sie reicht von wenigen Monaten bis
zu Jahrzehnten, und Österreich hat 2017 sogar eine Anleihe mit 100 Jahren Laufzeit
ausgegeben.

Ein Beispiel mit runden Werten zieht sich durch diese Seite: Du kaufst eine Anleihe
um 10.000 Euro, der Kupon beträgt 3 %, die Laufzeit fünf Jahre. Jedes Jahr bekommst
du 300 Euro Zinsen, insgesamt also 1.500 Euro, und nach fünf Jahren die 10.000 Euro
zurück. Das alles gilt aber nur, solange der Emittent zahlen kann.

![So funktioniert eine Anleihe: Anleihen geben Staaten, Länder und Gemeinden, internationale
Einrichtungen, Banken und Unternehmen aus. Der Anleger gibt Geld und bekommt Zinsen
und am Ende die Rückzahlung. Nennwert: das bekommst du am Ende zurück, zum Beispiel
10.000 Euro. Kupon: Zinsen pro Jahr auf den Nennwert, zum Beispiel 3 Prozent gleich
300 Euro. Laufzeit: so lange borgst du das Geld her, zum Beispiel 5 Jahre.](https://
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Die Anleihe: Wie du Staaten und Unternehmen Geld borgst und dafür Zinsen bekommst
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## Wer Anleihen ausgibt

Anleihen gibt jeder aus, der viel Geld braucht und es nicht von einer einzelnen 
Bank leihen will. Die größten Schuldner sind Staaten. Sie bezahlen damit Straßen,
Schulen und Pensionen und vor allem die Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben. Fast
jedes Land der Welt hat [Staatsanleihen](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/staatsschulden-und-defizit/),
von Österreich und Deutschland über die USA und Japan bis zu Schwellenländern in
Südamerika, Asien oder Afrika. Auch Bundesländer und Gemeinden geben Anleihen aus,
und dazu kommen Einrichtungen, die von mehreren Staaten getragen werden, wie die
Europäische Investitionsbank oder die Weltbank.

Die zweite große Gruppe sind Unternehmen. Ein Konzern, der ein neues Werk baut, 
kann dafür einen Kredit bei der Bank aufnehmen oder eine Anleihe ausgeben und sich
das Geld direkt bei Anlegern holen, was für große Unternehmen oft günstiger ist.
Auch Banken geben Anleihen aus, um sich Geld für ihre eigenen Kredite zu beschaffen.
Eine besondere Form ist der Pfandbrief, bei dem die Bank zusätzlich mit einem Bestand
an Krediten haftet, meist Wohnbaukrediten.

Viele Anleihen laufen nicht in Euro, sondern in US-Dollar, Schweizer Franken oder
anderen Währungen. Für einen Anleger in Österreich hängt der Ertrag dann auch vom
Wechselkurs ab.

![Anleihe in fremder Währung mit Beispielwerten: 10.000 Euro werden zu 11.000 Dollar
angelegt, Kurs 1 Euro gleich 1,10 Dollar. Am Ende kommen 11.000 Dollar zurück. Ist
der Dollar stärker, sind das 11.000 Euro, bleibt er gleich, 10.000 Euro, ist er 
schwächer, nur 9.091 Euro.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/
anleihe-grafik2_waehrung.png "Die Anleihe: Wie du Staaten und Unternehmen Geld borgst
und dafür Zinsen bekommst 2")

## Bonität: Wie sicher du dein Geld zurückbekommst

Bei jedem Kredit stellt sich dieselbe Frage: Kann der Schuldner zurückzahlen? Diese
Zahlungsfähigkeit heißt Bonität. Ein Staat mit starker Wirtschaft und geordneten
Finanzen zahlt mit großer Wahrscheinlichkeit pünktlich, ein Unternehmen mit hohen
Schulden und schwachen Geschäften vielleicht nicht. Deshalb verlangen Anleger von
unsicheren Schuldnern höhere Zinsen, als Ausgleich für das größere Risiko. Ein hoher
Zins ist der Preis für die Gefahr, dass das Geld ganz oder teilweise verloren ist.

Damit nicht jeder Anleger selbst Bilanzen prüfen muss, gibt es Ratingagenturen. 
Die bekanntesten sind Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch. Sie bewerten Staaten
und Unternehmen mit Buchstaben, von AAA für die beste Bonität über AA, A und BBB
bis hinunter zu D für zahlungsunfähig. Innerhalb der meisten Stufen gibt es zusätzlich
ein Plus oder ein Minus als feinere Abstufung, A+ ist also etwas besser als A und
A– etwas schlechter. Alles von AAA bis BBB gilt als Investment Grade, also als solide
Anlage. Darunter beginnt der spekulative Bereich, und die Anleihen dort heißen Hochzinsanleihen
oder umgangssprachlich Ramschanleihen. Bei Standard & Poor’s hatte Deutschland im
Oktober 2026 die Bestnote AAA, Österreich, die Europäische Union und die USA standen
eine Stufe darunter bei AA+.

Ein Rating ist eine Einschätzung und keine Garantie. Es kann sich ändern, und auch
Ratingagenturen haben sich schon geirrt. Wer eine Anleihe mit auffallend hohem Zins
angeboten bekommt, muss sich deshalb zuerst fragen, warum der Schuldner so viel 
zahlen muss.

![Die Rating-Stufen von Standard und Poors als Balken, Stand Oktober 2026: AAA mit
Deutschland und Schweiz, AA mit Österreich, EU und USA jeweils AA plus, A mit Spanien
A plus, BBB mit Italien BBB plus. Bis hier Investment Grade, darunter spekulativ:
BB mit Türkei BB minus, B mit Ägypten, CCC bis C mit Ukraine CCC plus, D mit Libanon,
teilweise zahlungsunfähig.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/
anleihe-grafik3_rating.png "Die Anleihe: Wie du Staaten und Unternehmen Geld borgst
und dafür Zinsen bekommst 3")

## Laufzeit: Je länger, desto mehr Zinsen

Neben der Bonität bestimmt die Laufzeit den Zins. Wer sein Geld für zehn Jahre hergibt,
verzichtet lange darauf und weiß nicht, wie sich Zinsen und Preise in dieser Zeit
entwickeln. Dafür will er mehr bekommen als jemand, der sein Geld nach einem Monat
zurückhat. Beim Bundesschatz, über den die Republik Österreich direkt bei Privatanlegern
Geld aufnimmt, sah das im Oktober 2026 so aus: 2,45 % für einen Monat, 2,85 % für
zwölf Monate und 3,50 % für zehn Jahre. Gleicher Schuldner, gleiche Sicherheit, 
und trotzdem mehr als ein Prozentpunkt Unterschied, nur wegen der Zeit.

Das ist der Normalfall, aber kein Gesetz. Es gab Zeiten, in denen kurze Laufzeiten
mehr brachten als lange, und in den Jahren vor 2022 warfen viele Staatsanleihen 
kaum Zinsen oder sogar negative Renditen ab. Österreich hat 2020 eine zehnjährige
Anleihe mit negativer Rendite ausgegeben. Die Anleger haben also dafür bezahlt, 
dem Staat Geld borgen zu dürfen. Seit dem Zinsanstieg 2022 gibt es wieder spürbare
Zinsen.

![Je länger, desto mehr Zinsen: Bundesschatz der Republik Österreich, Stand Oktober
2026. 1 Monat 2,45 Prozent, 12 Monate 2,85 Prozent, 10 Jahre 3,50 Prozent pro Jahr.](
https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/2026/10/anleihe-grafik4_laufzeit.png"
Die Anleihe: Wie du Staaten und Unternehmen Geld borgst und dafür Zinsen bekommst
4")

## Kurs: Was deine Anleihe vor dem Ende wert ist

Bis zum Ende der Laufzeit musst du nicht warten. Die meisten Anleihen werden an 
der Börse gehandelt, und du kannst sie jederzeit verkaufen. Dann bekommst du aber
nicht den Nennwert, sondern den aktuellen Kurs. Er wird in Prozent vom Nennwert 
angegeben: Ein Kurs von 100 heißt, die Anleihe ist genau ihren Nennwert wert, ein
Kurs von 96 heißt 4 % weniger.

Warum sich der Kurs ändert, zeigt das Beispiel von oben. Du hast die Anleihe mit
3 % Kupon gekauft. Ein Jahr später sind die Zinsen gestiegen, und neue Anleihen 
mit vier Jahren Laufzeit bringen 4 %. Für deine 3-%-Anleihe zahlt dann niemand mehr
den vollen Preis, wenn er anderswo 4 % bekommt. Der Kurs fällt so weit, bis beide
gleich viel bringen, in diesem Fall auf rund 96,4. Deine 10.000 Euro sind bei einem
Verkauf dann nur noch etwa 9.640 Euro wert. Fallen die Zinsen dagegen auf 2 %, steigt
der Kurs auf rund 103,8, und du könntest mit Gewinn verkaufen. Je länger die Restlaufzeit,
desto stärker schwankt der Kurs.

Wer bis zum Ende behält, für den spielt der Kurs keine Rolle. Am letzten Tag zahlt
der Emittent 100 % zurück, egal was der Kurs zwischendurch gemacht hat. Die Schwankung
trifft also vor allem den, der vorzeitig an sein Geld muss, und deshalb gehört in
eine Anleihe nur Geld, das du für die ganze Laufzeit entbehren kannst. Aus Kurs 
und Kupon ergibt sich die Rendite. Sie gibt an, was du tatsächlich verdienst, wenn
du zum heutigen Kurs kaufst und bis zum Ende behältst. Wer die Beispielanleihe um
96,4 kauft, bekommt die 3 % Kupon und am Ende zusätzlich den Unterschied bis 100
und kommt damit auf eine Rendite von 4 % im Jahr.

![Kurs der Beispielanleihe mit 3 Prozent Kupon und noch 4 Jahren Laufzeit nach einem
Jahr: bei 2 Prozent Marktzins Kurs 103,8, also 10.381 Euro, bei 3 Prozent Kurs 100,
also 10.000 Euro, bei 4 Prozent Kurs 96,4, also 9.637 Euro. Am Ende der Laufzeit
immer Kurs 100 gleich 10.000 Euro.](https://www.finanzgeier.at/wp-content/uploads/
2026/10/anleihe-grafik5_kurs.png "Die Anleihe: Wie du Staaten und Unternehmen Geld
borgst und dafür Zinsen bekommst 5")

## Risiken, die du kennen solltest

Das größte Risiko ist, dass der Schuldner nicht zahlt. Dann sind die Zinsen und 
ein Teil des Geldes oder alles verloren. Anders als beim Sparbuch gibt es bei Anleihen
keine [Einlagensicherung](https://www.finanzgeier.at/konto/einlagensicherung/), 
auch nicht bei Anleihen einer Bank. Muss eine Bank abgewickelt werden, können ihre
Anleihegläubiger sogar gezielt an den Verlusten beteiligt werden, das heißt Bail-
in. Besonders riskant sind Nachranganleihen: Ihre Besitzer kommen in einer Insolvenz
erst an die Reihe, wenn alle anderen Gläubiger ihr Geld haben, und das Risiko eines
Totalverlusts ist entsprechend hoch.

Dazu kommen kleinere Risiken. Steigen die Zinsen, fällt der Kurs, und das trifft
dich bei einem Verkauf vor dem Ende. Manche Anleihen werden selten gehandelt, dann
ist ein Verkauf nur mit Abschlag möglich. Bei Anleihen in fremder Währung kann ein
schwächerer Dollar den Zinsvorteil auffressen. Und manche Emittenten dürfen ihre
Anleihe vorzeitig zurückzahlen, meistens dann, wenn die Zinsen gefallen sind und
du das Geld nur schlechter wieder anlegen kannst. Was davon gilt, steht in den Anleihebedingungen,
und die liest man vor dem Kauf.

![Sechs Fragen vor dem Kauf einer Anleihe: Wer ist der Schuldner und wie ist sein
Rating? Ist die Anleihe vorrangig oder nachrangig? Passt die Laufzeit zu deinen 
Plänen? In welcher Währung läuft die Anleihe? Darf der Emittent vorzeitig zurückzahlen?
Wird die Anleihe an der Börse gehandelt?](https://www.finanzgeier.at/wp-content/
uploads/2026/10/anleihe-grafik6_fragen.png "Die Anleihe: Wie du Staaten und Unternehmen
Geld borgst und dafür Zinsen bekommst 6")

## Anleihe, Sparbuch oder Aktie

Im Vergleich liegt die Anleihe zwischen Sparbuch und Aktie. Das Sparbuch ist am 
einfachsten: Das Geld ist bis 100.000 Euro je Bank durch die Einlagensicherung geschützt
und je nach Sparform rasch verfügbar, dafür ist der Zins meist niedriger. Die [Aktie](https://www.finanzgeier.at/boerse/aktie/)
ist ein Anteil an einem Unternehmen. Sie kann über viele Jahre am meisten bringen,
aber ihr Kurs schwankt stark, und eine feste Rückzahlung gibt es nicht. Die Anleihe
bringt einen festen Zins und am Ende eine feste Rückzahlung, solange der Schuldner
zahlt, und ihr Kurs schwankt weniger als der einer Aktie.

Bei den Steuern gibt es einen kleinen Unterschied: Zinsen und Kursgewinne aus Anleihen
kosten 27,5 % [Kapitalertragsteuer](https://www.finanzgeier.at/steuern/kapitalertragsteuer/),
Sparbuchzinsen 25 %. Liegt die Anleihe bei einer österreichischen Bank im Depot,
zieht diese die Steuer automatisch ab. Von den 300 Euro Zinsen im Beispiel bleiben
so 217,50 Euro.

Gekauft werden Anleihen über ein [Wertpapierdepot](https://www.finanzgeier.at/boerse/wertpapierdepot/),
entweder bei der Ausgabe, das nennt man Zeichnung, oder später an der Börse. Wie
viel du mindestens kaufen musst, legt der Emittent fest, das können 100 Euro sein
oder 100.000 Euro. Wer nicht einzelne Schuldner auswählen will, kauft einen Anleihenfonds
oder einen Anleihen-ETF und verteilt sein Geld damit auf hunderte Anleihen. Den 
Bundesschatz gibt es direkt bei der Republik ab 100 Euro, ohne Depot und ohne Spesen.

![Sparbuch, Anleihe, Aktie im Vergleich: Ertrag niedrig, fester Zins, langfristig
am höchsten. Kursschwankung keine, gering bis mittel, hoch. Rückzahlung: Guthaben
verfügbar, 100 Prozent am Laufzeitende, keine. Einlagensicherung bis 100.000 Euro,
nein, nein. KESt 25 Prozent, 27,5 Prozent, 27,5 Prozent.](https://www.finanzgeier.
at/wp-content/uploads/2026/10/anleihe-grafik7_vergleich.png "Die Anleihe: Wie du
Staaten und Unternehmen Geld borgst und dafür Zinsen bekommst 7")

Anleihen passen zu allen, denen Sicherheit wichtig ist, die aber einen Schritt weiter
gehen wollen als das Sparbuch. Wer einen festen Zins für eine feste Zeit will und
das Geld bis zum Ende nicht braucht, hat mit Anleihen guter Schuldner einen ruhigen
Baustein. Wer auf lange Sicht Vermögen aufbauen will, kommt an Aktien kaum vorbei,
und viele Anleger verbinden beides.

**Der Rat zum Schluss:** Wähle einen Schuldner mit einer Bonität, die zu deinem 
Risikoprofil passt, und eine Laufzeit, die mit deinem Anlagehorizont übereinstimmt.
Am besten planst du von Anfang an, die Anleihe bis zum Ende der Laufzeit zu behalten.

**Quellen:** [Bundesschatz](https://www.bundesschatz.at/) (Zinssätze), Republic 
of Austria Investor Information der [OeBFA](https://www.oebfa.at/) (Ratings Österreichs,
100-jährige Anleihe, negative Rendite), [Länder-Ratings von Standard & Poor’s (Übersicht)](https://countryeconomy.com/ratings),
[FMA: Anleihe vs. Sparbuch](https://www.fma.gv.at/fma-fokus-anleihe-vs-sparbuch/),
[FMA: Risiken bei Nachrangdarlehen](https://www.fma.gv.at/fma-informiert-zu-risiken-bei-qualifizierten-nachrangdarlehen/),
[Besteuerung von Kapitalerträgen – Bundesministerium für Finanzen](https://www.bmf.gv.at/themen/steuern/sparen-veranlagen/besteuerung-kapitalertraege-inland.html).
Stand: Oktober 2026.

[⌊Zwei Notenbankgebäude mit Säulen zu beiden Seiten eines Meeres, Pfeile führen 
zu einer Börsenkurve in der Mitte, oben das Wort Leitzins⌉⌊Zwei Notenbankgebäude
mit Säulen zu beiden Seiten eines Meeres, Pfeile führen zu einer Börsenkurve in 
der Mitte, oben das Wort Leitzins⌉[

**Weiterlesen:** Steigen die Zinsen, fällt der Kurs einer Anleihe, und seit dem 
Zinsanstieg 2022 gibt es wieder spürbare Zinsen. Den Rahmen dafür setzt der [Leitzins](https://www.finanzgeier.at/wirtschaft/leitzins/).
Dort steht, wie er Kredit, Sparbuch und Börse beeinflusst.

**Hinweis:** Diese Seite gibt die persönliche Meinung des Autors wieder und ist 
keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung. Sie ist keine Empfehlung und keine Aufforderung,
ein bestimmtes Produkt zu kaufen oder eine bestimmte Handlung zu setzen.
